Das Podcast-Blog
Inside Fritz!Mini - Zerlegt!
Von Fabio Bacigalupo am 09. Januar 2008 um 21:01 Uhr
Ich hatte hier noch einen Fritz!Mini der ersten Revision (Re v.00) herumliegen, der sich nicht mehr mit meiner Fritz!Box verbinden ließ. Da dachte ich mir, werfe ich mal einen Blick ins Innere des Minis!
Das Gehäuse wird mit sechs Schrauben mit Spezialkopf zusammengehalten. Die Schrauben ließen sich mit einem speziellen Schraubenzieher für Brillen lösen. Das ging mit dem richtigen Werkzeug relativ unproblematisch.
Erste positive Überraschung ist die Energieversorgung. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen fest geschmeißten, proprietären Akku, sondern um drei in Reihe geschalteter, wiederaufladbarer Batterien der Marke Sanyo, Model HR-4U 1.2 V, Ni-MH 1000. Sprich, wenn das Gerät irgendwann nicht mehr laden sollte, lassen sich die Batterien problemlos zu Hause austauschen.
Die silbernen Abdeckungen lassen sich leicht lösen, bzw. die obere Abtrennung ist direkt abgefallen. Der An-/Ausschalter ist ebenfalls ein abnehmbares Kleinteil.
Der größte Chip auf der Hauptplatine verbaut ist, scheint ein Texas Instrument Chip TNETW1450 sein, der für die WLAN Kommunikation zuständig ist. Laut Recherche ist das derselbe Chip, der in auch in AVM WLAN Sticks eingesetzt wird. Der nächstgrößere Chip ist ein E(psilon) 3S250E, A11266-0645, C6-DGQ. Zu dem Chip finde ich nichts Genaues im Netz. Er könnte aber ein Zwischenspeicher sein. Dann gibt es noch einen TNE TW3422, einen PYJ630, einen MX15 25L8005 MC (scheint ein BIOS zu sein), einen TW3436 und div. andere Chips, wo aber die Aufschrift so klein ist, daß ich auch mittels starkem Vergrößerungsglases nichts erkenne.
Hinter dem kleinen Schlitz an der Unterkante mittig links, wenn das Gerät auf der Rückseite liegt, verbirgt sich das kleine Runde Mikrofon.
Ich hätte ja noch irgendwas erwartet, was die Sendeleistung des WLAN-Chips verstärkt. Mir ist allerdings nichts aufgefallen. Der kleine, grüne Draht wird es nicht sein. Eingebaut ins Gehäuse habe ich auch keine Antenne entdeckt.
Mit dem Aufschrauben erlischt evtl. Ihre Garantie. Also lassen Sie es lieber sein! Es ist auch gut möglich und sogar wahrscheinlich, dass das Innenleben Ihres Fritz!Minis anders aussieht.
Weitere Artikel zu Fritz!Mini im Blog:















# Von Fabio am 10. Januar 2008, 16:12
Clemens von der Palm User Group Neuss schreibt mir per Mail, zu der Antenne, die ich vermisse.
Wie er schreibt, haben die Jungs zu dem Fritz!Mini auch schon ein Review gemacht. Sorry, dass habe ich verpasst!
Hoere Dir mal unsere PUGcast-Dezember-Ausgabe an, da haben wir ein Review drueber gemacht.
Danke für den Hinweis, Clemens!
# Von Echis am 13. März 2009, 20:10
Der Akku ist ja wirklich relativ schnell platt, ich könnte doch rein theoretisch drei stärkere Akkus einsetzen und es müsste besser klappen oder?
# Von Fabio am 13. März 2009, 20:54
Eine Frage, die ich mit einem definitivem JA beantworten kann. Ich habe bei meinem Fritz!Mini die Akkus austauschen müssen und habe neue reingesetzt. Ist mit dem richtigen Werkzeug relativ problemlos machbar und funktioniert einwandfrei.
# Von Echis am 13. März 2009, 22:04
worauf muss ich da denn achten? auf die millampare zahl? wenn ja wie hoch soll die denn sein? und welche hast du eingesetzt und wie lange hält der akku jetzt bei dir?
# Von Fabio am 14. März 2009, 02:08
Um wirklich sicher zu gehen, dass die neuen Akkus nicht durch die Ladeschale beschädigt werden, solltest Du dieselben Typ von Akku verwenden. Im Original steckten bei mir Nickel-Metal Hybride Batterien von Sanyo drin. Die Ampere-Stunden (Ah) dürfen ruhig höher ausfallen, solange die Spannung (1,2 Volt) stimmt. Je höher die Ampere-Stunden desto länger sollte die Sprech-/Standby-Zeit ausfallen. Ich habe jetzt ganz billige Akkus, die es letztens bei Aldi gab, reingepackt. Wobei mir gerade auffällt, dass die weniger leistungsstark ausfallen. Die Sprechzeit ist immer noch nicht sonderlich hoch, weshalb ich den Fritz!Mini meistens in der Ladeschale stehen lasse.