Für Podcaster: Mit eigenem Podcast Geld verdienen | Teil 1: Sponsoring

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren, Teil 1 von 5: Sponsoring.

Wie kann ich mit meinem Podcast Geld verdienen?

Es gibt unter Podcastern verschiedenste Motivationen für das Betreiben ihrer Kanäle. Es kann reines Hobby sein und kreative Verwirklichung bedeuten – aber auch Geld einbringen. Wie das Monetarisieren funktionieren kann, haben wir an fünf Beispielen zusammengestellt.

Dieser Beitrag ist zu erst erscheinen bei RSS.com. Da Monetarisierung ein immer wichtigeres Thema für Podcaster wird, gibt es bei uns die deutsche Version mit einigen inhaltlichen Ergänzungen. In den kommenden Tagen werden wir je eins der folgenden Themen behandeln:

1. Sponsoring (Patenschaften/Sponsoren)

2. Affiliate Marketing (Empfehlungsmarketing)

3. Eigene Produkte verkaufen

4. Eigene Dienstleistungen verkaufen

5. Spendenaufrufe

Damit Du entscheiden kannst, welche dieser Möglichkeiten für Dich und Deinen Kanal am besten passt, werden wir diese Finanzierungsmethoden genau unter die Lupe nehmen. Wir wünschen viel Erkenntnis und Aktionsfreude!

Sponsoring

Für Sponsoren werben und damit Geld verdienen

Das dahinterstehende Prinzip ist: Du bewirbst ein Produkt oder eine Dienstleistung eines Unternehmens in Deinem Podcast und erhältst dafür ein Entgelt.

Wie sieht diese Werbung aus? Du musst nicht gleich einen radiotauglichen Spot einsprechen oder -singen. Meist ist der Zweck mit einem Hinweis auf das Unternehmen erfüllt – was dieses ist, was es macht und warum Du es unterstützenswert findest.

Für die Platzierung dieser Erwähnung gibt es verschiedene Ansätze. Ein oft angewandter Standard ist ein 15-sekündiger Pre-Roll. Das heißt der Hinweis auf den Sponsor ist vorab aufgenommen und wird an den Anfang der Episode gesetzt, bevor sie inhaltlich beginnt.

Ein weiterer, etwas längerer Einschub kann in der Mitte der Episodenlaufzeit erfolgen, genannt Mid-Roll. Diesem können sich die Zuhörer durch Vorspulen nicht so gezielt entziehen wie beim Pre-Roll. Das steigert die Trefferquote und somit den Erlös, auf den wir gleich zu sprechen kommen.

Manche Moderatoren tragen alle Sponsorenerwähnungen am Ende der Sendung vor. Das kommt zwar dem Hörfluss der Zuhörer entgegen, aber für das beworbene Unternehmen bedeutet es eine geringere Effektivität, da manche Zuhörer hier schon abgeschaltet haben. Andere Podcaster streuen die Hinweise immer wieder im Laufe einer Episode ein.

Auch der Betrag, den Du für die Werbung vom Unternehmen verlangen kannst, kann stark variieren und hängt vor allem davon ab, wie viele Hörer Dein Kanal hat. Gemessen werden die Werbeerlöse in CPM (cost per mille, zu deutsch Tausender-Kontakt-Preis, TKP). Das bedeutet pro tausend Aufrufe durch die Hörer. Die Erlöse variieren zwischen ein- und dreistelligen Beträgen.

Wichtig ist dabei, dass das beworbene Unternehmen, Produkt oder die Dienstleistung auch zum Podcast und seiner Hörerschaft passt. Nur wenn Deine im Podcast vertretenen Werte mit denen der Zuhörer und des Unternehmens übereinstimmen, kann das ganze authentisch sein und funktionieren. Zum Beispiel könnte (D)ein Tierliebhaber-Podcast einen Tierfutterhersteller bewerben, oder ein Skisport-Kanal die entsprechende Kleidung und Ausrüstung.

Um nicht selbst auf die Jagd nach Werbekunden gehen und jedes einzelne in Frage kommende Unternehmen nach einem möglichen Deal fragen zu müssen, hilft Dir Podcast Pioniere. Der Vermarktungsdienst stellt Dir passende Werbepartner vor. Die Entscheidung über die Zu- und Absage der Zusammenarbeit und der Platzierung der Werbung bleibt dabei Dir überlassen.

Spannend zu wissen ist, dass Werbung in Podcasts von 87% der Hörer akzeptiert wird, vor allem, wenn die beworbene Marke und dein Podcast im Einklang miteinander stehen. Das wünschen sich übrigens 60-prozentig der Podcast-Hörerschaft. Gegenüber vorproduzierten Spots genießt die Form der Native Ads größere Akzeptanz bei den Hörern. Hierbei trägst Du selbst anhand von vorgegebenen Stichworten oder Texten die Werbeanzeige vor.

Fazit: Monetarisieren durch Sponsoring

Das gegenseitige Unterstützen einer Marke oder Dienstleistung durch diese Art von Werbung ergibt am meisten Sinn, wenn Dein Kanal eine gewisse Reichweite hat. Wächst die Zahl Deiner Hörer, wird dies auch entlohnt. Ein Unternehmen nach einem solchen Deal zu fragen, kostet nichts und belohnt Dich auch im Falle einer Absage mit einer wichtigen Erfahrung.

Im nächsten Teil unserer Reihe schauen wir uns das artverwandte Affiliate Marketing an und welche Vorteile es für Deinen Podcast, seine Hörerschaft und Deinen Geldbeutel bietet. Eine weitere Methode, Deinen Kanal zu monetarisieren. Also, bis Morgen!

Über Maximilian Hurlebaus

Hi! Ich bin Max, Jahrgang '90 und neu an Bord als Online-Redakteur bei podcaster.de – mit audiotechnischem und gestalterischem Hintergrund. Schreibt mir, wenn ihr Fragen habt an: max(at)podcast(punkt)de.
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