Banshee – Musik-Managementtool für Gnome

Ein podcast.de Besucher hat mich heute mit einer Anfrage für banshee überhaupt erst auf das Tool aufmerksam gemacht. Nach meinem ersten Eindruck ist Banshee die Antwort der Gnome-Entwickler auf amaroK – das Musikverwaltungsprogramm des KDE-Projektes.

Banshee - Podcasting

Was Banshee mit amaroK gemein hat und weshalb die Software einen Eintrag in diesem Blog wert ist, ist die Podcasting-Unterstützung. Um die Software auf meinem KDE-System zu installieren, mußten erstmal 27 Abhängigkeiten (Gnome-Pakete) aufgelöst werden. Das ging dank Yum vollautomatisch. Danach ließ sich Banshee starten und arbeitet sich seit 30 Minuten durch meine Verzeichnisstrukturen, um Mediendateien in die Bibliothek aufzunehmen. Ich warte. Das habe ich mittlerweile abgebrochen und eine kleinere Verzeichnismenge ausgewählt, nachdem nichts passierte. Jetzt sehe ich, wie Dateien hinzugefügt werden.

Was ich noch nicht entdeckt habe, ist die Podcast-Funktionalität. Ein Menüpunkt Plugins gibt mir aber Hinweis darauf, dass sich die Funktionalität des Programmes erweitern läßt. Ein kurze Suche mit yum liefert mir ein Zusatzpaket namens banshee-plugins-extra.i586, was ich fix installiere. Die Bibliotheksaktualisierung ist abgeschlossen, das Zusatzpaket installiert, aber die Liste der Plugins immer noch leer. Nach einem Neustart, der etwas dauert, stehen mir mit Podcasts und Radio zwei neue Menüpunkte zur Verfügung. Bei den Radios sind bereits einige nach Schwerpunkt sortierte Web-Radios gelistet. Ein Wiedergabe-Test mit den ersten, drei Stationen scheitert.

Banshee - Podcast abonnieren

Die Liste der Podcasts ist leer. Zum Test entscheide ich mich bei podcast.de für den 5 Filmfreunde Podcast. Feed-Adresse kopiert, in Banshee gepastet und die Standardeinstellungen beibehalten. Der neueste Podcast wird heruntergeladen. Ich drücke auf Play und höre … nichts. Das Logfile sagt Message: don’t know how to handle audio/mpeg, mpegversion=(int)1, layer=(int)3. Großes Kino, aber leider nur Stummfilm. In der Banshee Installationsanleitung steht was von non-open source und dass bestimmte Codecs nur mit den DVDs ausgeliefert werden. Ich aktualisiere mein System seit Jahren online. Sei es drum. Den Podcast habe ich mir eh schon gestern online angehört.

Die Podcasting-Funktionalität gefällt mir vom Aufbau und der (reduzierten) Funktionalität her sehr gut, besser als bei amaroK. Das Programm ist momentan mein Favorit, was Podcatcher unter Linux angeht. Wenn es nicht schon so spät wäre, würde ich sicherlich auch die Wiedergabe noch hinbekommen. Vielleicht hat ja auch ein Leser einen Tipp für mich.

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2 Kommentare zu Banshee – Musik-Managementtool für Gnome

  1. TaToosh sagt:

    Wie hast du mithilfe von YUm Banshee unter KDE installieren können?
    Bitte um Hilfe 😉

    Thx und Gruß

  2. Fabio sagt:

    Ich habe für OpenSuSE 10.2 unter /etc/yum.repos.d eine Datei namens Banshee.repo (Name beliebig, Endung .repo) mit folgendem Inhalt (für OpenSuSE 10.2) angelegt:

    [Banshee]
    name=Banshee Music Player (openSUSE_10.2)
    type=rpm-md
    baseurl=http://download.opensuse.org/repositories/Banshee/openSUSE_10.2/
    gpgcheck=1
    gpgkey=http://download.opensuse.org/openSUSE-Build-Service.asc
    enabled=1

    Danach habe ich als root auf der Shell Folgendes eingegeben:

    yum install banshee.x86_64

    Nachteil von Banshee unter KDE ist, daß man ein halbes Gnome mitinstallieren muss.

    Fabio

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