Verschwörungsmythen & Extremismus in Podcasts

Bild des Reichstags - Extremismus in Podcasts

Donald Trump wurde von Twitter gebannt, die Plattform Parler aus den großen App Stores entfernt und der Messenger Telegram könnte bald folgen. Die Löschungen sind das Resultat aus langanhaltenden Diskussionen um Meinungsfreiheit und Zensur. Nun rücken auch Podcasts ins Zentrum dieser Debatte.

Extremisten und Verschwörungsanhänger schaffen sich online Räume für Desinformation und Lügen, das ist bekannt. Bei einem angemessenen Umgang damit scheiden sich hingegen die Geister. Sollten sie aus dem öffentlichen Diskurs gestrichen werden, um ihren Behauptungen keine Bühne zu bieten? Oder sollten sie viel mehr mit Argumenten der Vernunft konfrontiert werden?

Extremismus in Podcasts breitet sich aus

Wie AP meldete, gab es extremistische amerikanische Podcaster, den Sturm auf das Capitol befürwortet haben sollen. Trumps Gegner sollten „entfernt“ werden, denn seine zweite Amtszeit stehe bald an, so die Podcaster. Zudem sollen sie Corona-Verschwörungen und Wahlfälschungsbehauptungen verbreitet haben. Auch in Deutschland bedienen sich Verschwörungsideologen, rechte Parteien und Verdachtsfälle des Verfassungsschutzes bereits dem Medium Podcast.

Wie umgehen mit extremistischen Podcasts?

2020 gründeten Mitglieder eines nachweislich rechten Vereins einen Corona-Podcast. Vordergründig ging es dabei nur um die Coronakrise. Dennoch sammelte eine Petition gegen den Podcast rund 8.000 Stimmen und forderte von Spotify die Löschung. Die Motive der Petitionsunterzeichner sind edel – man wollte vorsroglich verhindern, dass Extremisten sich einen unverfänglichen Weg in die Mitte der Gesellschaft bauen, den sie hinterher für ihre Botschaften missbrauchen könnten. So weit, so gut. Doch reicht es bereits, wenn ein Podcast von den „falschen“ Leuten kommt, um ihn zu löschen?


Doch reicht es bereits, wenn ein Podcast von den „falschen“ Leuten kommt, um ihn zu löschen?

Spotify entschied sich gegen eine Löschung. Man habe den Podcast auf seinen Inhalt geprüft und keinen Verstoß gegen die Nutzungsrechte finden können, so Spotify. Das zeigt, dass Spotify in seiner Argumentation auf die Inhalte des Podcasts zielt und nicht, wie von den Aktivisten gewünscht, auf die Akteure. Auf Facebook und Instagram sind die Profile des extremistischen Vereins indes gesperrt worden.

Wie umgehen mit extremistischen Podcasts? Einige Argumente

Für manche Beobachter stellen die Löschungen von Akteuren, Organisationen oder gar ganzen Plattformen eine längst überfällige Rückkehr zur bürgerlichen Ordnung dar. Sie halten es für unverantwortlich, potenziell schädliches Gedankengut frei zugänglich im Netz zu lassen.

Für andere Beobachter sind Löschungen eher kontraproduktive Maßnahmen. Sie sehen in ihnen eher Zensur und eine Aushöhlung der Meinungsfreiheit. Zudem befürchten sie, dass Extremisten und Verschwörungsanhänger so wieder die Möglichkeit erhalten könnten, sich als Opfer vermeintlicher Unterdrückung darzustellen.

Entwicklung des Extremismus in Podcasts

Während über Extremismus auf Twitter, Facebook oder in Telegramgruppen schon viel bekannt ist, scheint er in Podcasts ein noch recht neues Phänomen zu sein. Die Diskussion über einen geeigneten Umgang damit knüpft nahtlos an die vorherigen Diskussionen an. Doch wieso taucht das Phänomen gerade jetzt auf und was ist bereits bekannt?

Podcasts unterlagen seit ihrer Erfindung immer wieder Beliebtheitsschwankungen, sie werden auch Podcastwellen genannt. Aktuell sind sie beliebter denn je und erreichen mehr Menschen als jemals zuvor. Kaum verwunderlich also, dass auch Exstremisten und Verschwörungsideologen versuchen, das Medium für ihre Zwecke nutzen. Zudem werden Podcasts in der Regel eigenständig produziert. Das gibt den Podcastern die Freiheit, ihre eigenen Thesen unwidersprochen auszubreiten, ohne sich kritischen Gegenfragen, beispielsweise von Journalisten stellen zu müssen. Behauptungen, die keiner Überprüfung standhalten würden, können so publiziert und vervielfältigt werden.

So erreichen Verschwörungsideologen und Extremisten ihre Hörer und können ihre Botschaften platzieren.

Weiterhin sind Podcasts ein sehr intimes Medium, denn der Host ist allein mit dem Hörer. Podcaster können durch gekonnten Einsatz ihrer Stimme gezielt parasoziale Beziehungen aufbauen und Vertrauen schaffen. Eine vertraute Stimme hat eine erheblich stärkere emotionale Wirkung als beispielsweise eine weitergeleitete Telegramnachricht. So erreichen Verschwörungsideologen und Extremisten ihre Hörer und können ihre Botschaften platzieren.

Tweets sind schnell gelesen, Podcasts dauern mitunter mehrere Stunden. Die extremistischen Botschaften stecken häufig zwischen den Zeilen, sind subtil versteckt hinter Themen wie Sicherheit, Heimatliebe oder Umweltschutz. Podcasts bieten praktisch unbegrenzten Raum, die eigenen Botschaften zu wiederholen. Oft sind auch nicht einzelne Aussagen direkt menschenfeindlich, sondern der Extremismus ergibt sich erst aus dem Gesamtkontext.

Extremismus in Podcasts – Also einfach löschen?

Wenn Inhalte offensichtlich rechtswidrig sind, ist die Frage nach Löschung nicht schwer zu beantworten. Doch selten machen es die extremistischen Absender es den Kontrollinstanzen so leicht. Gerade im Umfeld von Extremismus, Hetze und Diskriminierung werden die Worte möglichst nah an der Grenze des gerade noch sagbaren platziert („Das wird man jawohl noch sagen dürfen!“).
Aber auch möglichst vage Aussagen sind ein beliebtes Stilmittel, beispielsweise wenn es bei Verschwörungsideologen um „die da oben“ geht. Wer genau „die“ sind, bleibt dabei offen. Rein rechtlich sind sie also schwer anzufechten, selbst wenn sie moralisch, sittlich und menschlich die Grenzen deutlich überschreiten.

Wie immer, wenn Probleme bekannt werden, gilt es einen geeigneten Umgang zu finden. Genau so wenig wie Computerspiele jede Jugendgewalt erklären können, sind Podcasts nun das designierte Medium von Verschwörern und Extremisten. Dennoch ergeben sich Fragen, denen die Podosphäre und die Gesellschaft sich perspektivisch stellen müssen:

  • Sollten schwierige Inhalte entfernt werden oder zum Gegenstand gesellschaftlicher Diskussion gemacht werden?
  • Wer soll über Löschungen entscheiden – sind es Aktivisten, Plattformen oder der Gerichte?
  • Welche Kriterien sollen den Löschungen zugrunde liegen?
  • Sollte auch ohne Straftatbestand gelöscht werden? Reichen zur Löschung bereits bereits unpopuläre Meinungen oder Verwendung unliebsamer Sprache?
  • Auf wen sollten Löschungen zielen, auf Inhalte oder auf Personen und Organisationen?
  • Es wird bereits über die Gefahr durch Telegram diskutiert, weil Extremisten und Kriminelle den Dienst benutzen. Folgt bald analog dazu die Diskussion über die Gefahr durch Podcasts?

Für diesen Kommentar haben wir bewusst auf die Nennung oder Verlinkung einzelner Akteure verzichtet. Wir laden alle Leser herzlich dazu ein, ihre Meinung zu den offenen Fragen zu diskutieren.

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Pocket Casts vor dem Verkauf?

Gerüchten zufolge soll die Podcast-App Pocket Casts zum Verkauf stehen. Die App, die bislang den amerikansichen öffentlich-rechtlichen gehörte, soll von einem Gremium der Eigentümer zum Verkauf freigegeben worden sein. So berichtet es unter anderem Cashys Blog.

Die Freigabe der App erfolgte nur rund zwei Jahre nach dem letzten Kauf. Damals ging der Service an die amerikanischen Öffentlich-Rechtlichen, dazu zählen New York Public Radio, Chicago Public Media und BBC Studios Americas. Pocket Casts sollte die große „Antwort auf Spotify“ werden, die Hoffnungen scheinen sich jedoch nicht erfüllt zu haben. Alleine NPR soll mit der App einen Verlust von 800.000 Dollar eingefahren haben.

Sollte der Verkauf sich tatsächlich bestätigen, bleibt abzuwarten, welche Akteure ihren Hut mit in den Ring werfen. Marktanteile am lukrativen Podcastgeschäft sind aktuell heiß begehrt. So drängte zuletzt Amazon auf den Podcastmarkt und Twitter kaufte die Social Podcasting App Breaker. Auch von Seiten der europäischen Öffentlich-Rechtlichen dürfte man den Vorgang aufmerksam beobachten.

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Podcasts übersetzen – „Das selbe nochmal auf Englisch, bitte!“

Glühbirne Als Wissenssymbol

Ein maßgeblicher Erfolgsfaktor von Shows und insbesondere Podcasts sind die Hosts. Sie geben ihren Shows Charakter, Persönlichkeit und den unverwechselbaren Charme. Was aber wäre, wenn man erfolgreiche Podcasts in anderen Sprachen einfach neu auflegte – Kann man Podcasts übersetzen? In Frankreich passiert nun genau das.

Könntet ihr euch auch vorstellen anstatt Herrengedeck zukünftig Gentlemen’s Set Up anzuhören? Oder wie wäre es, wenn plötzlich nicht mehr nur MrWissen2Go deutschen Kindern Nachhilfe gäbe, sondern auch Señor Saber para llevar den spanischen? Was wäre mit Firm & Fuzzy? Ihr versteht das Prinzip…

Franzose will Podcasts übersetzen

2015 gründete Louis-guillaume Kan-Lacas das Choses á Savoir-Podcastnetzwerk. Es geht um Wissensvermittlung in verschiedenen Rubriken, die in jeweils eigenen Podcasts stattfinden. Die Sparten umfassen Technik, Geschichte, Wirtschaft, Allgemeinwissen und vieles mehr. Von einst bescheidenen Anfängen hat Choses á Savoir es zu bedeutendem Ruhm gebracht und stellt mittlerweile die erfolgreichsten Podcasts Frankreichs. So berichtet es Podnews.net im aktuellen Newsletter unter Brefung auf Deezer und Spotify. Grund genug, die Podcasts zu übersetzen.

Es soll es eine Neuauflage für den US-Markt geben. You’ll Die Smarter heißt der Podcast, der Wissenshäppchen von jeweils kaum 3 Minuten Länge anbietet. Der Versuch wird zeigen, ob Erfolgsrezepte sich ohne große Anpassungen in anderen Sprachen neu auflegen lassen. Bemerkenswert ist auch die Laufrichtung, denn häufig werden amerikanische Formate nach Europa importiert. Andersrum ist das nicht ganz so üblich. Kan-Lacas beweist hier also Pioniergeist.

Übersetzter Podcast für den US-Markt

Eine weitere Besonderheit von Choses a Savoir ist auch, dass es sich um ein Wissensformat handelt, das tendenziell leichter zu adaptieren sein sollte, als besonders charakterzentrierte „Laber“-Podcasts. Man darf gespannt sein, ob You’ll Die Smarter die großen französischen Fußstapfen ausfüllen kann. Die erste Episode des englischen Spin-Offs ging am 3. Januar 2020 online.

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Kinderpodcast – Podcasts für Kinder

Die aktuelle Situation zwingt viele Menschen dazu, mit ihren Kindern zu Hause zu bleiben. Um die Zeit etwas angenehmer zu gestalten und den Kindern etwas Ablenkung zu verschaffen, haben wir euch einige Kinderpodcasts zusammengestellt. Vielleicht ist ja auch für eure Kleinen ein Kinderpodcast dabei.

Museum zum Lauschen – Der Kinderpodcast

Die Kinderakademie Fulda hat einen Kinderpodcast erstellt. Dort heißt es: „Es ist […] ganz egal, ob du der KAF schon mal einen Besuch abgestattet hast oder nicht. Dieser Podcast ist für alle wichtig, die wissbegierig sind und gerne Podcasts lauschen!“

Museum zum Lauschen - Der Kinderpodcast auf podcast.de

Kakadu – Der Kinderpodcast von Deutschlandfunk Kultur

„Kakadu ist der Kinderpodcast von Deutschlandfunk Kultur: Bunt, frech, fröhlich und schlau. Wir entdecken gemeinsam die Welt und beantworten die Fragen, die neugierige Kinder stellen!“

Kakadu Kinderpodcast des DLF auf Deutschlandfunk Kultur

Der Kinderpodcast

Ein Kinderpodcast ist ein Podcast von Kindern, für Kinder im Alter von 3-9 Jahren.
Es geht um Geschichten, Erzählungen und lustige Erlebnisse.

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Die großen Fragen in 10 Minuten

Die großen Fragen in 10 Minuten erklärt ist ein kurzweiliger Podcast von MDR Wissen und richtet sich an die Neugierigen. Besprochen wird hier alles von grauen Zellen bis hin zum Universum.

MDR Große Fragen Kinderpodcast auf Podcast.de

Ja, wer bist denn Du? Kinderpodcast

Ja,wer bist denn du? ist ein lustiger Kinderpodcast, zum raten und lernen. Kinder ab 2 können ihren Eltern mal zeigen was sie schon alles wissen und vielleicht lernen wir alle sogar noch was dazu.

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logo! – Der Kindernachrichten Podcast

Auch Nachrichten können für Kinder spannend sein. Die logo!-Kindernachrichten besprechen Themen kindgerecht, klären auf und unterhalten.

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KiRaKa Herzfunk

Der Herzfunk beantwortet Kinderfragen rund um Körper, Liebe und Gefühle.

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OFR Kinderreporter – Der Kinderpodcast

Gemeinsam mit Doris Rudlof-Garreis gehen die Radio Steiermark-Kinderreporter jeden Samstag den Fragen und Themen nach, die Kinder wirklich berühren, bewegen und interessieren.

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Die Sendung mit der Maus – Podcast

Die Maus ist ein Urgestein der deutschen TV-Landschaft. Seit den 70ern produziert der WDR diese Show für Kinder. Ausgestrahlt wird die Sendung mit der Maus in allen großen Landesrundfunkanstalten. Beiträge aus der Sendung mit der Maus werden in nahezu einhundert Ländern ausgestrahlt. Die Sendung zum Mitnehmen.

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Süßes oder Saurer – Podcast des Museum für Naturkunde Berlin

Waren Dinos wirklich grün? Wollen Hamster und Meerschweinchen eigentlich mit uns kuscheln? Und warum dampfen eigentlich Vulkane? Moderatorin Jule und Sparky, von der Berliner Sparkasse, lösen für euch jedes Rätsel. Dieser Kinderpodcast ist besonders geeignet für Kinder von 6-12 Jahren.

Süßes oder Saurer auf Podcast.de

Ihr kennt noch weitere Podcasts, die ihr anderen Eltern und Kindern gerne empfehlen würdet? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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Tipp der Redaktion: „Rotlichtmilieu und Prostitution“ von Philip Schlaffer

Ex-Nazi Philip Schlaffer im Interview auf podcast.de

Philip Schlaffer fällt auf. Der kräftige, tätowierte Norddeutsche war Neo-Nazi, Rocker und Drogenhändler. Hass, Gewalt und Konflikte bestimmten jahrelang sein Leben. Heute ist Philip Bestsellerautor, YouTuber und arbeitet mit Jugendlichen in der Gewaltprävention. Im Interview mit podcast.de gibt Philip Einblicke in seine Arbeit und hinter die Kulissen seines Podcasts.

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Stell dich bitte kurz vor, wer bist du und was machst du?

Philip Schlaffer
Ich bin Philip Schlaffer, komme aus Lübeck, bin 42 Jahre alt und erzähle unter dem Namen Ex Rechte Rotlicht Rocker meine eigene Lebensgeschichte. Dabei geht es darum, über die Milieus Rechtsextremismus, Hooliganismus, Rotlicht und organisierte Kriminalität aufzuklären. Heute bin ich selber Antigewalttrainer und habe darin meine Berufung gefunden, nachdem ich selbst die letzten 20 Jahre in unterschiedlichen Milieus unterwegs war.

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Wie kamst du dazu deinen eigenen Podcast zu erstellen?

Philip Schlaffer
Da ist eigentlich eher meine Community drauf gekommen. Die hat gesagt, dass sie sich das wünschen würde, weil sie meinen Erzählstil mag. Ich persönlich kann mir meine eigene Stimme gar nicht anhören, denn ich finde sie ganz fürchterlich. Aber meine Community hört sich das gerne zum Einschlafen, im LKW oder bei der Nachtschicht an. Das hat mich sehr gefreut und dann habe ich auch sehr viel Spaß dran gefunden.

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Wie und wann kam das Umdenken in deinem Leben?

Philip Schlaffer
Ich würde gerne erzählen können, eine Frau oder Jesus kamen in mein Leben und haben mich gerettet. So war es aber nicht. Es war ein schleichender Prozess. Das hatte viel mit Enttäuschungen zu tun, einerseits über die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, andererseits aber auch über den Menschen, der ich geworden war. Ich war ein empathieloser, geldgieriger Typ, der auf nichts mehr Rücksicht genommen hat. Mein Körper hat dann angefangen zu rebellieren, ich bin krank geworden. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, ich muss etwas an meinem Leben ändern.

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Was ist das besondere an deinem Podcast?

Philip Schlaffer
Ich rede so, wie mir der Mund gewachsen ist. Es gibt kein Skript und ich mache grundsätzlich One-Taker [Aufnahmen ohne Schnitt]. Auch wenn ich mich mal verquatsche, ich versuche alles so real wie möglich rüberzubringen. Außerdem beschuldige ich niemanden für die Dinge in meiner Vergangenheit, sondern erkläre sehr bildlich meine eigene Verantwortung in alledem.

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An wen richtet dein Podcast sich?

Philip Schlaffer
Das ist sehr unterschiedlich. Heute werden ja Gangster gehyped und starke Gewalttäter idolisiert, beispielsweise in Serien. Ich möchte, dass Jugendliche mal Gegenrede hören, denn ich habe diese Milieus ganz anders erlebt. Es geht nicht um Ehre, sondern meist nur um Lug, Betrug und Gewalt, auch untereinander. Jeder betrügt jeden.
Auch Eltern hören sich meine Sachen an, wenn Kinder anfangen, sich zu radikalisieren oder kriminalisieren. Manche Hörer sind aber auch einfach nur wegen des Entertainments da. Ich denke, wer einen Mehrwert hören will, der kann den Mehrwert auch raushören.

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Mit wem würdest du gerne mal eine Episode aufzeichnen?

Philip Schlaffer
Ich freue mich immer, wenn Menschen zu Wort kommen, die nicht schon in jeder Talkshow saßen. Jeder trägt ein Päckchen mit sich rum und ich finde es interessant, auch denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben. Deswegen bin ich offen für jeden, der etwas erlebt hat und das mal loswerden möchte.

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Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Philip Schlaffer
Insbesondere in meinem Pocast werde ich mich in Zukunft noch mehr mit Extremisten austauschen. Da wird es noch viel mehr Interviews geben. Außerdem hoffe ich, dass wir das auch verfilmen können.

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Hast du dann ausschließlich mit rechten Extremisten gesprochen?

Philip Schlaffer
Ich habe mich auch mit Aussteigern aus dem Linksextremismus, aus dem Islamismus und auch aus sektenähnlichen Strukturen getroffen. Das ist mein größtes Anliegen, zu zeigen, dass jeder Extremismus, egal ob für Klima, Nahrung, Politik oder Religion immer eine Gefahr für unsere freiheitliche-demokratische Grundordnung ist. Darüber kläre ich auf.

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Lockdown Podcasts – Podcasts gegen Langeweile und Einsamkeit

Corona ist eine Belastungsprüfung und der Lockdown in Verlängerung. Viele Menschen sehnen sich nach Nähe, Gemeinschaft und Austausch. Deswegen haben wir euch diesmal einige Podcasts gegen Langeweile zusammengestellt, die euch gut durch diese seltsame Zeit bringen. Mit energiegeladenen Laberpodcasts und guten Geschichten gegen die Einsamkeit, auf geht’s.

DRINNIES

Drinnies ist der Podcast von Giulia und Chris. Die beiden feiern das Zuhausebleiben und berichten knietief aus der eigenen Komfortzone. In diesem Sinne, von drinnen with Love. In der aktuellen Folge geht es unter anderem um YouTube-Wahrsager. Ein klasse Podcast gegen Einsamkeit.

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schwanz & ehrlich

schwanz & ehrlich ist eine absolute Energiebombe. Die drei Hosts Michael, Mirko und Lars unterhalten sich über alles, was Jungs interessiert, die sich für Jungs interessieren. Der wilde, schnelle Talk ist ein gute Unterhaltung für jeden, unabhängig von der eigenen Orientierung.

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Das ÄÄ-Team

Änn und Änni bilden Das ÄÄ-Team. Die beiden Freundinnen kennen sich von der Schauspielschule. Sie unterhalten sich über ihre Erfahrungen in der Schauspiel- und Sprecherbranche, sowie Alltägliches. Das ÄÄ-Team ist der perfekte Podcast für alle diejenigen, die sich zwischen liebenswertem Freundinnentalk und professionellen Sprechern nicht entscheiden möchten.

Das ÄÄ-Team als Podcast gegen Einsamkeit

FOOTBALL BROMANCE

Football Bromance ist Brudizeit für Sportfans. Coach Esume und Björn Werner besprechen mit größter Sorgtfalt alles, was für Footballfans spannend sein könnte. Ihre Liebe zum Sport und ihre coole Art machen den Podcast zum absoluten Wohlfühlprogramm für alle Footballer und Bros.

Football Bromance als Podcast gegen Langeweile

Da muss man dabei gewesen sein

Nina und Lotta von Da muss man dabei gewesen sein sind absolutes Unterhaltungsgold. Die beiden Chemnitzerinnen podcasten seit März 2020 und lassen mit ihrem unaufdringlichen Hang zum Qualitätstrash kein Auge trocken. Die aktuelle Episode ist sogar im Stil eines Hörspiels gestaltet – Der perfekte Podcast gegen Langeweile.

Da muss man dabei gewesen sein als Podcast gegen Langeweile

Heinlein & Weigert

Heinlein & Weigert über ihren Podcast: „Tretet ein, in eine Welt voller Fantasie und positiven Vibes. Ihr habt Probleme im Leben, findet euch selbst auch echt Kacke und habt eigentlich schon längst aufgegeben? Dann sagen wir: ‚Halt Stopp, Jetzt reden wir‘.“ Holt euch jetzt eure Dosis Podcast gegen Einsamkeit.

Heinlein & Weigert als Podcast gegen Einsamkeit

Der unerklärliche Podcast

Gibt es da draußen noch etwas, was wir uns nicht erklären können? Mr. und Mrs Fröhlich gehen dieser und vielen weiteren Fragen auf den Grund. Es geht um Aliens, die Pyramiden und Viren aus dem All. Kein klassischer Laberpodcast, dafür aber immer etwas zum Grübeln, Schmunzeln und am besten auch selbst nachrecherchieren.

Der Unerklärliche Podcast gegen Langeweile

Mysteriumsabteilung

In Mysteriumsabteilung verbinden Chrischi, Phil, Kristin und Dorian ihre Harry Potter-Liebe mit ihrer Podcast-Leidenschaft. Gelegentlich geht es auch mal um andere Fantasy-Erzählungen wie beispielsweise Game of Thrones. Ein toller Podcast für alle, die im Kopf auf Reise gehen möchten und dabei gute Gesellschaft schätzen.

Mysteriumsabteilung als Podcast gegen Langeweile

Gibt es noch Podcasts, die ihr gerne auf der Liste hättet? Dann kommentiert gerne und wir fügen sie hinzu.

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Skispringen Podcast – Podcasts zur Skispringen-Saison 2021

Wintersport ist immer wieder ein Highlight. Zwar müssen viele Events diese Saison ohne Zuschauer stattfinden, doch die Begeisterung bleibt. Skispringen bereitet vielen Wintersportfans eine besondere Freude, deshalb haben wir für euch einige Skispringen Podcasts rausgesucht.

Vierschanzentournee – The Official Podcast

Der offizielle und eigene Podcast der Vierschanzentournee gibt detaillierte Hintergrundinformationen zum Skispringen. Insbesondere zum Finale der Vierschanzentournee sind hier nochmal spannende Episoden zu erwarten.

Vierschanzentournee Podcast, Skispringen Podecast auf podcast.de

Ski happens

Vinzenz Geiger, Ex-Biathletin Corinna Horn & Journalist Moritz Batscheider nehmen euch dorthin mit, wo Wintersport passiert, auch abseits von Vierschanzentournee und Kitzbühel.

Ski Happens Podcast auf podcast.de

SZ – Und nun zum Sport

Aus aktuellem Skispring-Anlass und weil morgen das Finale der Vierschanzentournee stattfindet, haben wir den SZ-Podcast „Und jetzt zum Sport“ für euch ausgewählt. Es geht um die „Überraschung in Innsbruck“.

Und nun zum Sport hat die aktuelle Episode als Skispringen Podcast auf podcast.de

hICEzeit

Julia Kleine und Fabian Jedwabny interviewen im Zweiwochentakt Wintersportler. In der aktuellen Episode, dem Vierschanzentournee-Spezial, sprechen sie insbesondere mit dem Skispringer Stephan Leyhe.

hICEzeit der Wintersport-Podcast auf podcast.de

Der Skispringen-Podcast

Luis Holuch, Gernot Klement und Tobias Ruf sprechen über das Weltcup-Geschehen der Männer und Frauen. Sie diskutieren über die wichtigsten Entwicklungen im Skispringen und führen Hintergrundgespräche mit Protagonisten des beliebten Wintersports.

Skispringen Podcast auf podcast.de

Die Skispring-Saison 2020/2021 endet am 28. März mit dem Skifliegen in Planica. Falls ihr noch weitere Skispringen Podcasts kennt, gebt uns gerne Bescheid und wir fügen sie ein.

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Spotify Datenschutz – Nutzerdaten gehen an 246 Unternehmen

Der Menschenrechtsanwalt und Datenschützer Pat Walshe bemängelt Spotifys Datenschutz. Auf Twitter erläutert er, wieso es Spotify seiner Meinung nach weniger um Datenschutz und viel mehr um Profite geht.

Spotify erklärt zwar „Euer Datenschutz ist uns wichtig“, Pat Walshe zweifelt allerdings daran. „Wieso dann diese hinterhältigen Voreinstellungen?“ fragt der britische Anwalt auf Twitter. Zuvor hatte er herausgefunden, dass Spotify die Nutzerdaten seines Accounts an 246 externe Unternehmen weiterleitet.

Datenschützer kritisiert Spotify Datenschutz

Er bemängelt, dass Spotify die Datenweitergabe als Standard hinterlegt hat und seine Nutzer nicht gesondert um ihre Zustimmung bittet. Nutzer müssen stattdessen die Zustimmung manuell entziehen, wenn sie nicht möchten, dass ihre Daten weitergegeben werden. Für den Datenschützer Walshe sind es „dunkle Muster“, die der skandinavische Streamingdienstleister dort anwendet.

Eine „Privatsphäreeinstellung“, die per se alle Daten weiterleitet, schützt, so der Anwalt, weniger die Privatsphäre der Nutzer als die finanziellen Interessen des Anbieters. Zudem sei die Einstellung in einem Submenü versteckt, das viele Nutzer nicht einfach so fänden.

Wie kann ich meine Daten auf Spotify schützen?

In der Spotify Desktop-App führt ihr folgende Schritte aus, um eure Daten zu schützen.

  1. Menü (kleiner Pfeil rechts oben)
  2. Einstellungen
  3. Erweiterte Einstellungen anzeigen
  4. Datenschutz Aktivieren (grauer Schalter auf grün)
  5. Danach startet ihr die Anwendung neu.

    Spotify warnt davor, dass das „Spotify Erlebnis möglicherweise“ beeinträchtigt werden könnte. Pat Walshe erwähnt keine Beeinträchtigungen, seiner Meinung nach soll der Hinweis Nutzern bloß Angst machen.
Spotify Datenschutz Screenshot zur Anpassung der Einstellungen

Quelle: Twitter – Privacy Matters

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Frei Schnauze – Der Hundepodcast mit Oli P. und Vanessa Tamkan

Oli P. und Vanessa Tamkan mit Hund bim Photo shooting
Bild: Julian Huke

Leckerli für die Ohren: Model Vanessa Tamkan und Sänger Oli.P launchen einen unterhaltsamen Hundepodcast 

Samstag, den 19. Dezember, startet „Frei Schnauze“ – der Hundepodcast mit den Hundefreunden Vanessa Tamkan und Oliver Petszokat “Oli.P”. Wöchentlich und ganz offen sprechen sie über ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit Hunden – gelegentlich begleitet durch bekanntes Gebell und Stimmen aus der “Hundeszene” samt Profi-Tipps und exklusiven Einblicken. 

Ob beim Gassi gehen oder für Zuhause – im brandneuen Unterhaltungspodcast “Frei Schnauze – der Hundepodcast” gibt es jeden Samstag die volle Dröhnung Hunde-Content auf die Ohren. Im Podcast treffen sich Influencerin und Model Vanessa Tamkan und Sänger, Schauspieler und Moderator Oli.P zum wöchentlichen Schnack. Dem Podcastmotto “Frei Schnauze” folgend, widmen sie sich ihren alltäglichen Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen rund um das Thema Hund und den verschiedenen Stadien des Lebens mit Hund: 

  • Lieber einen gezüchteten Hund kaufen oder einem Hund aus dem Tierschutz eine Chance geben? 
  • Ist eine vegane Ernährung auch für meinen Hund optimal? 
  • Was sind die Must-haves für Welpen sowie Dos und Don‘ts in der Hundeerziehung? 
  • Was passiert eigentlich in einem Hundekopf, wenn ein Baby die Familie bereichert?
  • Und wie cool ist das Konzept Office-Hund eigentlich für den Hund? uvm.  

“Frei Schnauze – Der Hundepodcast” erscheint ab dem 19.12.2020 jeden Samstag genau hier.

Quelle: PM, 17.02.2020, OMR.

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Lockdown und aktuelle Corona-Regelungen

Ab heute, dem 16. Dezember 2020, gelten strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19. Ein Überblick über die neuen Lockdown-Regelungen:

Privatkontakte sind nach wie vor auf zwei Haushalte und insgesamt fünf Personen begrenzt, ausgenommen sind hiervon Kinder bis 14 Jahre.

• vom 24.-26. Dezember gilt keine feste Obergrenze für die Personenzahl. Der Gastgeber-Hausstand darf vier Personen aus dem engsten Familienkreis aufnehmen (d.h. Ehegatten, Partner*innen, Geschwister, Kinder). Kinder unter 14 Jahre sind hiervon erneut ausgenommen.

• für Silvester und Neujahr gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen (siehe oben), sowie ein Verkaufsverbot von Pyrotechnik und Versammlungsverbote auf öffentlichen Plätzen, die von den Kommunen festgelegt sind.

• der Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe bleiben vom 16.12.2020 bis vorläufig 10.01.2021 geschlossen. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf bleiben geöffnet, d.h. Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel. Medizinisch notwendige Behandlungen und Therapien sind weiterhin möglich.

Schulen und Kitas dürfen lediglich eine Notbetreuung und Distanzlernen einrichten, soweit möglich sollen Kinder zuhause betreut werden.

• die Gastronomie bleibt geschlossen, nur Kantinenbetrieb sowie häusliche Lieferung und Abholung von Speisen sind möglich. Es gilt ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Gottesdienste in Synagogen, Moscheen und Kirchen dürfen nur bei gewährleistetem Mindestabstand von 1,5 Metern stattfinden, es gelten eine dauernde Maskenpflicht und die Untersagung von Gemeindegesang.

(Quelle: Tagesschau vom 13.12.2020)

Weitere Nachrichten und Hintergründe zur Pandemie in der aktuellen Folge des NDR anhören:

Grafik "NDR Info Coronavirus Update" mit Link zur Episode "Das Virus macht keine Geschenke"
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