Interview mit Nina Evers von der Universität Gießen über den Podcast „Politische Bildung“

Wer hat das Podcasting in Ihrer Organisation angeregt? Was waren die Hauptgründe Podcasting einzuführen?

Politische Bildung

Den Podcast Politische Bildung hat Prof. Dr. Wolfgang Sander angeregt, um neue Wege in der Wissenskommunikation zu bestreiten. Mit diesem Angebot wollen wir deutschlandweit ein Fachpublikum ansprechen, das sich mit Fragen der politischen Bildung auseinandersetzt, wie z.B. Lehrer oder Studenten. Die Podcasts bieten eine komfortable Möglichkeit, sich mit wenig Zeitaufwand über interessante Themen und Entwicklungen in der Wissenschaft zu informieren. In jeder rund 15-minütigen Ausgabe gibt es ein Schwerpunkthema, Besprechungen aktueller Fachliteratur sowie Veranstaltungshinweise. Im Abstand von ca. zwei Monaten erscheint eine neue Episode.

Wie lange hat es von der Planung bis zum Start gedauert? Wann haben Sie mit Podcasting angefangen?

Von der ersten Planung bis zum Start hat es ungefähr ein halbes Jahr gedauert. Der erste Podcast erschien Ende Februar 2006 passend zum Thema „Digitale Medien und politische Bildung“.

Wie ist das Podcasting-Team organisiert?

Das Redaktionsteam besteht aus Prof. Sander, der pädagogischen Mitarbeiterin Susann Gessner und mir als wissenschaftliche Mitarbeiterin. In der Regel überlegen wir zusammen ein Thema für den Podcast und legen die Rezensionen, sowie die Veranstaltungshinweise fest. Die weitere Organisation, Umsetzung und Veröffentlichung als Podcast ist meine Aufgabe. Besonders macht mir die Moderation viel Spaß.

Was waren die größten Probleme, die Ihnen beim Starten des Podcasts im Weg standen?

Zunächst musste man sich in die technischen Umsetzungsmöglichkeiten eines Podcastes einarbeiten. Um eine schnelle Publikation zu gewährleisten, haben wir uns für eine Softwarekomplettlösung entschieden.

Wird die Produktion intern oder extern vorgenommen?

Für die Produktion nutzen wir das hochschuleigene Tonstudio. Es steht uns ein Tontechniker zu Verfügung, der die Produktion betreut und das Mastering macht.

Was war im Rückblick der größte Nutzen und die größte Hürde bei der Entwicklung Ihres Podcasts?

Hürden bei der Entwicklung gab es im Prinzip nicht. Besonders nützlich ist die zusätzliche Distribution über Podcast- und Webportale zur Bekanntmachung von Podcasts. Langsam aber stetig entwickelt sich dann so eine Art „Schneeballeffekt“.

Welche Tipps haben Sie für Organisationen in Ihrem Zweig, die Podcasting in Erwägung ziehen?

Ich denke, dass es sich im universitären Bereich lohnt, dieses Medium als neuen Wissenskommunikationskanal zu nutzen und weiterzuentwickeln. Dabei sollte man sich realistische Ziele setzen, um eine Kontinuität bei der Podcastproduktion zu gewährleisten.

Wir danken Frau Evers und der Universität Gießen recht herzlich für die Beantwortung der Fragen. Das Interview wurde im Rahmen einer Interview-Reihe für das World Podcast Forum geführt.

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