Nominierte Podcasts für den Grimme Online Award 2021

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Nicht nur der Deutsche Podcast Preis hat seine Finalisten bekannt gegeben, auch der Grimme Online Award 2021 geht in die Endrunde. Insgesamt haben es 10 Podcasts in den Finalkreis geschafft. Welche das sind, erfahrt ihr hier.

Der Grimme Online Award ist einer der wichtigsten Medienpreise Deutschlands, er zielt auf qualitativ hochwertige Online-Angebote. Eine unabhängige Nominierungskommission bewertet inhaltliche, funktionale und gestalterische Aspekte der Produktionen. Dieses Jahr haben es insgesamt 10 Podcastproduktionen in die Finalrunde des Grimme Online Awards geschafft. Insgesamt stehen 28 Medienproduktionen zur Auswahl, mehr als ein Drittel der Finalisten sind demnach Podcasts.

Kategorien des Grimme Online Award 2021

  • Grimme Online Award Information
  • Grimme Online Award Wissen und Bildung
  • Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung
  • Grimme Online Award Spezial
  • Publikumspreis

Zum GOA21 nominierte Podcasts

Nominiert für den Grimme Online Award die folgenden Podcasts. Einige von ihnen sind Exklusivangebote, die Hörerinnen und Hörern leider nur auf einzelnen Plattformen oder nach Abschluss von Abonnements zurVerfügung stehen. Die frei zugänglichen Podcasts sind unten abrufbar.

  • Wer hat Burak erschossen?
  • Halle nach dem Anschlag
  • Going to Ibiza
  • Affäre Deutschland
  • 190220 – Ein Jahr nach Hanau
  • Pandemia
  • Die Befreiung
  • Weißt du’s schon?
  • Queerkram
  • Feuer & Brot

In Berlin-Neukölln steht der 22-jährige Burak Bektaş mit vier Freunden vor einem Wohnhaus. Es ist eine Nacht im April 2012. Die jungen Männer unterhalten sich, lachen, trinken Wodka Energy, als plötzlich ein älterer Mann auftaucht und auf sie schießt. Alex und Jamal werden schwer verletzt, Burak stirbt. Der Täter bleibt unerkannt, die Hintergründe bis heute rätselhaft, die polizeilichen Ermittlungen ohne jedes Ergebnis. Philip Meinhold recherchiert diesen Fall seit sechs Jahren, spricht mit den Ermittlern, Anwälten, Freunden und Verwandten von Burak. Er sucht auch nach Verbindungen im gesellschaftlichen Umfeld Neuköllns, und findet mehr als nur den Hinweis auf einen möglichen Täter.

Podcast Folge 1: Prozessauftakt Halle nach dem Anschlag

In der ersten Folge des Podcasts “Halle nach dem Anschlag” sprechen wir über den 1. Prozesstag am 22.07.2020, die Verlesung der Anklage, die Befragung des Angeklagten durch die vorsitzende Richterin sowie über die Kundgebung in Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags vor dem Gerichtsgebäude. Im Blog gibt es zusätzlich eine schriftliche Zusammenfassung des ersten Prozesstags […]

Zwischen Therapie und Trauma: Covid-19 auf der Intensivstation Pandemia | Die Welt. Die Viren. Und wir.

Wie fühlt es sich an, Covid-19 zu überleben? Wie erlebten die Menschen auf der Intensivstation die zweite Welle? Und wie wissen wir, was Patienten wirklich hilft? Das Pandemia-Team beschäftigt sich in dieser Folge mit der Intensivmedizin in der Pandemie. Dafür reden sie mit dem Patienten Andreas Krennmaier, der an Covid-19 erkrankt auf der Intensivstation der Charité lag, mit dem Arzt Daniel Zickler, der Psychologin der Station Laurence Erdur und dem Filmemacher Carl Gierstorfer, der auf Station über drei Monate eine bewegende Dokuserie drehte. Außerdem spricht das Team mit Martin Landray, einem der Leiter der "Recovery-Studie", der weltweit wichtigsten Studie zur Behandlung von Covid-19. "Charité intensiv" – Eine Dokumentarfilmserie von Carl Gierstorfer (Autor, Regie, Kamera, Ton) Mareike Müller (Co-Autorin), Antje Boehmert | DOCDAYS Productions (Produktion) Kai Kupferschmidt: Corona: Wir werden lange trauern müssen Recovery: This national clinical trial aims to identify treatments that may be beneficial for people hospitalised with suspected or confirmed COVID-19 Produziert in Kooperation mit Riffreporter. "Pandemia" unterstützen? Alle Folgen früher und ohne Werbung hören? Komm’ in den Klub Pandemia! steadyhq.com/pandemia/ Apple Podcasts: apple.co/2yA3l3L Spotify: spoti.fi/2V7hkFI Social Media: twitter.com/pandemiapodcast instagram.com/pandemiapodcast
In den letzten Tagen des 2. Weltkriegs hoffen die Häftlinge der Konzentrationslager Flossenbürg und Dachau auf ihre Rettung durch die US-Army. "Die Befreiung" erzählt bewegende Geschichten von Gefangenen und von Befreiern.
Das Tier, das wir suchen, kann nicht gut sehen. Dafür ist es Weltklasse im Tasten, Riechen und Schmecken. Und? Weißt du's schon? Welches Tier suchen wir? Ich sag' es dir! Unterstützt den _Weißt du's schon?_ Podcast und freut euch über jede Menge Extras. Jetzt Mitglied im _Klub Weißt du's schon?_ werden – Danke!!! http://steadyhq.com/weisstdusschon

Sigrid Grajek über queer in den 1920ern, Wolfgang Thierse und die Lust auf Kneipe nach Corona QUEERKRAM

Die Berliner Künstlerin Sigrid Grajek spricht über queere Selbstdefinitionen und Generationenkonflikte, die Aktion #Allesdichtmachen, natürlich Claire Waldoff und was wir von den 1920er Jahren lernen können. Wer Sigrid Grajek einmal live erlebt, wird sofort ein Fan. Ihre Interpretationen von Liedern der 1920er Jahre sind eine absolut mitreißende und hochemotionale Zeitreise. Wenn die lesbische Berliner Künstlerin, Jahrgang 1963, die großen Weimarer Hymnen schmettert, tobt die queere Szenekneipe ebenso wie das Hohenschönhausener Senior*innenheim. Das Coronavirus macht ihren Auftritten seit über einem Jahr einen Strich durch die Rechnung, aber so hatte Grajek immerhin Zeit für ein längeres Gespräch mit Johannes Kram. Von einem "Berufsverbot", wie es andere Künstler*innen nennen, will die Sängerin, Kabarettistin und Schauspielerin im neuen QUEERKRAM-Podcast allerdings nichts wissen. "Ich sitze lieber noch ein Jahr zu Hause, als dass ich einen Menschen gefährde", verteidigt sie die Kontaktverbote. Hin und wieder gebe sie Wohnzimmerkonzerte via Zoom. Die Aktion #Allesdichtmachen erklären Grajek und Kram auch mit der "narzisstischen Kränkung" einiger auftrittsverwöhnter Künstler*innen in der Pandemie. Die Sängerin, die mit ihrem Claire-Waldoff-Programm fast 500 Mal auf der Bühne stand, wird im Podcast sehr persönlich. Sie berichtet von ihrem dramatischen Coming-out in Lünen, das dazu führte, dass sie mit 16 Jahren ihre geschockte Mutter verließ, die Schule abbrach und in ein besetztes Haus in Dortmund zog. Den Begriff "Lesbe" habe sie sich damals erst erarbeiten müssen. "Ich komme aus einem katholischen Elternhaus, da gab es das Wort nicht." Heute sei ihre Mutter ihr größter Fan und widerspreche jeder queerfeindlichen Äußerung, berichtet Grajek. Verständnis brauche Zeit. Überhaupt gibt sich die Künstlerin sehr gelassen, egal ob es um Generationenkonflikte oder den Streit um Selbstdefinitionen geht. Zu Wolfgang Thierses Attacken gegen "linke Identitätspolitik" meint sie nur: "Die Revolutionäre von gestern sind die Konservativen von heute. Das war schon immer so." Dass lesbische Identitäten in der jungen queeren Generation eine geringere Rolle spielen, findet Grajek nicht schlimm. "Ich habe als junge Lesbe für meine Zukunft, wie ich sie mir vorgestellt habe, gekämpft und bin damit angeeckt bei der damaligen Mehrheitsgesellschaft." Nun gestalteten viele junge Menschen "mit komplett anderen Begriffen" ihre Zukunft. "An mancher Stelle geht es einfach darum, denen das Feld zu überlassen", rät Grajek. Jede sei sie nun mal ein Kind ihrer Zeit: "Wenn ich heute 17 wär', dann wäre ich vielleicht nonbinär." Immer wieder kommen Johannes Kram und Sigrid Grajek im Podcast auf die 1920er-Jahre zu sprechen, auf die große queere Freiheit nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin, als es weitaus mehr Szenekneipen gab als heute und bereits dieselben Debatten über Anderssein und "Normalität" geführt wurden. Was wir aus dieser Zeit lernen können, fragt Kram am Ende des Gesprächs. Grajeks Antwort: "Wir können auf jeden Fall lernen, dass das Leben weitergeht." — Micha Schulze auf queer.de, 9. Mai 2021 —
Freundinnenschaften sind in den letzten Jahren immer mehr ins Zentrum von Film und Serien gerückt. Früher wurden sie meist mit einem heimlich unterliegenden intriganten Konkurrenzkampf dargestellt, beispielsweise wie bei „Poison Ivy“ in Teeniekömodien wie „Mean Girls“, oder sie wurde als unwichtige Sidestory abgestempelt, insbesondere in RomComs. Zwar gab es auch in Sitcoms wie „Golden Girls“, „Girlfriends“ oder „Friends“ Darstellungen von Verbindungen, die sich nicht nur darum drehten, gemeinsam über Männer zu sprechen – doch die These, dass Freundinnen die „wahren Soulmates“ sind, und eine Alternative zu romantischen Beziehung aufzeigen können, kam erst später. Freundinnenschaften als tiergehende, komplexe und vielleicht wichtigste Beziehung im Leben der Hauptcharaktere wurden durch Filme und Serien wie „Frances Ha“ „Girls“ oder „Insecure“ etabliert. Den Anfang dazu machte vielleicht sogar „Sex and the City“, nur hielt die Serie am Ende nicht wirklich, was sie versprach, sorry not sorry. Welches Thema als Freundinnenschaften könnte ein besseres sein für die Folge wo unser Podcast fünf Jahre alt wird? Ein Hoch auf die Freundinnenschaft! Shownotes:Charlotte: Maybe we can be each other soulmateshttps://www.youtube.com/watch?v=ofTAgvr8R48The Take: Toxic Take aways Sex and the Cityhttps://www.youtube.com/watch?v=wyac0t4avCc&t=94sThe Take: The best friend trope https://www.youtube.com/watch?v=QQgmcQwbJew&t=280sTrailer Poison Ivy:https://www.youtube.com/watch?v=-O3cU3dODjoGirls: Shoshannas ranthttps://www.youtube.com/watch?v=wW1IhB3CXxU&t=64sScrubs: Turk & JD Friendship Goals: https://www.youtube.com/watch?v=lgeoL_QV3y0&t=32s   See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

Alle Nominierten zum Grimme Online Award 2021 im Überblick

Kategorie INFORMATION

Kategorie WISSEN und BILDUNG

Kategorie KULTUR und UNTERHALTUNG

Kategorie SPEZIAL

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Über Steffen Wrede

Ich heiße Steffen und bin frisch gebackener Chefredakteur bei podcast.de. Seit meinem Journalismusstudium interessiere ich mich für alle Themen rund ums Podcasting und werde sie hier mit euch teilen. Bei Fragen erreicht ihr mich jederzeit unter steffen(at)podcast(punkt)de.
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