Interview mit Lars von Hugo zum Fachjournalist-Podcast

Fachjournalist-Podcast Zum aktuellen Tipp der Redaktion haben wir mit Lars von Hugo vom Deutschen Fachjournalisten-Verband (DFJV) gesprochen. Seit Januar 2010 zeichnet Herr von Hugo verantwortlich für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Neben seiner Tätigkeit als Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift “Fachjournalist”, leitet er das Fachjournalist-Podcast Projekt.

Herr von Hugo, der Fachjournalist-Podcast feiert gerade sein zweijähriges Jubiläum. Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) hat das Projekt initiiert. Was gibt es dort zu hören?

Der Fachjournalist-Podcast gibt Journalistenschülern die Möglichkeit, sich ihrem Interessensschwerpunkt entsprechend einem fachjournalistischen Thema intensiver zu widmen. Das Ergebnis dieses Ansatzes findet sich in facettenreichen und interessanten Episoden wieder, die seit 2008 entstanden sind. Unter den bisherigen Episoden findet sich bspw. ein Interview mit Matthias Matussek zu den Anfängen des Web 2.0 genauso wie ein Gespräch zur höchstaktuellen Thematik „Vorratsdatenspeicherung“ mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, oder etwa ein Blick hinter die Kulissen des ersten deutsch-türkischen Radiosenders in Berlin. Einzige Voraussetzung für Beiträge ist der fachjournalistische Bezug, welcher gewährleistet sein muss.

Wie entstand die Idee zu diesem Podcast-Projekt?

Der Ursprungsgedanke war, Themen, welche im „Fachjournalist“ – das ist die quartalsweise erscheinende Fachpublikation des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes – behandelt werden, hörbar zu machen. Und über das Medium Podcast spezifische Fragestellungen und interessante Aspekte der Thematik in einem Interview mit dem Autor zu vertiefen. Dies ist immer noch das Grundkonzept des Fachjournalist-Podcast. Wobei die Redaktionsmitglieder gleichermaßen die Möglichkeit haben, ein „eigenes“ fachjournalistisches Thema aufzubereiten.

Warum fördert der DFJV ein solches Podcast-Projekt?

Eine wesentliche Prämisse des DFJV ist es, den Qualitätsjournalismus zu fördern. Dazu gehört auch, Nachwuchsjournalisten zu unterstützen. Und ihnen, wie etwa durch das Projekt Fachjournalist-Podcast, die Möglichkeit zu geben, praktische Erfahrungen zu sammeln. Das notwendige Handwerkszeug zur Gestaltung eines Podcasts erlernen die Redaktionsmitglieder dafür bspw. in eigens konzipierten Workshops.

Die Auswahl an Themen ist sehr vielfältig. Gab es schon einmal einen Themenvorschlag, wo Sie sich letztendlich dagegen entscheiden mussten, diesen mit ins Programm aufzunehmen? Wenn ja, welcher war das?

Grundsätzlich gilt: Entspricht ein Beitrag den Qualitätsstandards und ist dem Fachjournalismus zuzuordnen, wird er auch veröffentlicht. Bislang haben wir uns erst einmal dazu entschieden, einen Beitrag nicht aufzunehmen. Hier handelte es sich um ein Interview mit Smudo, welches eher die (sicherlich auch nicht uninteressanten) Lebensgewohnheiten des Bandmitglieds der Fantastischen Vier beleuchtete, als dass er einen fachjournalistischen Bezug, etwa im Hinblick auf die medialen Erfahrungswerte des Musikers, beinhaltete.

Wie finden Sie neue interessierte Studenten für das Projekt?

Ein intensiver Kontakt besteht zu den Schülern der Freien Journalistenschule (FJS), dem internationalen Studiengang „Fachjournalistik“ der Hochschule Bremen, der Humboldt-Universität zu Berlin und hier insbesondere zur Studentenzeitschrift „UnAufgefordert“. Aber auch interessierte Studenten anderer Hochschulen und Institutionen sind herzlich willkommen, die Podcast-Redaktion zu verstärken.

Wie werden die Episoden produziert?

Die Episoden werden von den Journalistenschülern selbst produziert und in Abstimmung mit der Projektleiterin des Fachjournalist-Podcast, Brigitte Hagedorn, finalisiert. Die Interviews werden per Skype geführt und aufgezeichnet. Die Bearbeitung und Aufnahme der Moderation erfolgt mit Audacity. Frau Hagedorn fügt dann noch das Intro und Outro hinzu und lädt die Podcasts auf unseren Server.

Wie sieht die Zukunft des Fachjournalist-Podcast aus?

Wir freuen uns darauf, das Themenspektrum in Zukunft noch vielfältiger zu gestalten. Dies heißt unter anderem, dass wir auch neue Gestaltungsformen wie den „gebauten Beitrag“ integrieren wollen. Hierzu können interessierte Redaktionsmitglieder des Fachjournalist-Podcast im Frühsommer an einem Intensiv-Workshop teilnehmen. Und soeben sind wir mit unserem Blog umgezogen und wollen auch diesen sukzessive um neue, nützliche Features erweitern.

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