Neuer Werbevermarkter im deutschen Markt

Neben AudioAds gibt es jetzt mit podAD einen weiteren Anbieter für Werbung in Podcasts.

Während AudioAds die Podcasts auf den eigenen Servern hostet und dadurch die Werbung automatisiert einbinden kann, geht podAD einen anderen Weg. Laut FAQ verpflichtet sich dort der Podcaster die Werbung an den vertraglichen vereinbarten Stellen einzublenden. Ein Unterschied besteht auch im Abrechnungsmodell. Bei AudioAds werden pro Download einige Cent gezahlt, bei podAD wird ein Festpreis vereinbart. Der Podcaster bekommt also eine vertraglich festgelegte Summe. Als Vorteil für den Werbetreibenden wird die sichere Kalkulation des Budgets genannt.

Aus meiner Sicht wird das podAD Konzept auf Akzeptanzprobleme stoßen. Weder für den Podcaster noch den Werbetreibenden ist das Modell wirklich schmackhaft. Als Podcaster werde ich den Fixpreis auf Basis meiner bisherigen Hörerzahlen verhandeln müssen. Steigen meine Hörerzahlen aber, was immer das Ziel sein sollte, habe ich dadurch keinen Mehrwert. Als Werbetreibender kaufe ich die Katze im Sack. Das Argument einer guten Kalkulationsgrundlage kann nicht bestehen, weil sich beispielsweise bei einem Modell wie AudioAds die Anzeige nach Erschöpfung des Budgets einfach aus dem Programm nehmen ließe.

Für mich sind die “klaren Preisstrukturen” nur ein Vorwand, daß nicht mehr in die Technik und Entwicklung investiert wurde. Die Webseite und die Umsetzung sieht für mich aus, als ob ein Testballon gestart wurde, ob sich mit Werbung in Podcasts das schnelle Geld verdienen läßt. Auch bleibt der Podcaster auf den Kosten für das Hosting sitzen, welches für viele Podcaster der größte Kostenblock ist.

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3 Kommentare zu Neuer Werbevermarkter im deutschen Markt

  1. Stefan sagt:

    Hallo,

    danke zerst einmal für den Beitrag bei podcast.de.

    Die Kritik bzgl. des Festpreises sehe ich (bzw. wir von podAD) nicht so.

    Podcasts sind ein neues Feld für die Medien und so sollte man verschiedene Dinge ausprobieren.

    Unsere Idee ist einfach und hat sich bereits bei den ‘alten’ Medien bewährt.

    Lasst es uns versuchen!

    Gruß,

    Stefan

  2. Fabio sagt:

    Hallo Stefan,

    danke für das Feedback. Das war nur meine ganz persönliche Meinung. Ich denke, daß sich viele klassische Modelle eben nicht 1-zu-1 auf das Web übertragen lassen, aber das wird die Zeit zeigen. Vielleicht seid ihr mit eurem Modell im Nachhinein die Erfolgreicheren.

    Ich bin gespannt – auch darauf – was noch kommt.

  3. mischal sagt:

    Ihr Blog finde ich sehr Interessant.

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