Binaurale Podcasts – Bald auch in Deutschland

Binaurale Podcasts sind die Zukunft

Von Mono zu Stereo zu „mehr als Stereo“? Die Welt der Klänge entwickelt sich stetig weiter. Binaurales Audio könnte ein neuer großer Trend sein. Erste Studios erarbeiten bereits binaurale Podcasts.

Wie The Verge berichtet, arbeitet das texanische Medienunternehmen iHeart aktuell an Podcastproduktionen, die auf binaurales Audio setzen. Binaural ist eine besondere Aufnahmetechnik, die dem menschlichen Hören möglichst nah kommen soll. Sie soll sogar so verblüffend gut funktionieren, dass einer der The Verge-Autoren die Aufnahme nicht mehr von einem Live-Konzert unterscheiden konnte.

Wie funktioniert Binaural Audio?

Die verwendeten Mikrofone haben eine Besonderheit. Sie sind in der Form menschlicher Ohren konstruiert und teilweise sogar in Nachbildungen ganzer menschlicher Köpfe eingelassen. So imitieren sie die menschliche Physiologie und empfangen Schallwellen genau so, wie es auch ein Mensch täte. Die Mikrofone zeichnen im Stereoprinzip auf, also mit jeweils zwei Mikrofonen, von denen jedes stellvertretend für ein menschliches Ohr steht.

Binaurale Podcasts können das Podcasting revolutionieren

Binaural Audio macht sich die menschliche Fähigkeit zu nutze, dass Geräusche Richtungen und Entfernungen zuzuordnen. Im Vergleich zu regulären Stereoaufnahmen oder Surround Sound-Systemen sollen sie so ein noch präziseres und originalgetreueres Klangbild liefern. Mit einfachen Kopfhörern lässt sich bereits ein spannendes Klangerlebnis erzielen, hochwertige Kopfhörer machen Binaural Audio-Produktionen zu einer Reise der besonderen Art.

Die Technik an sich ist übrigens nicht neu, eigentlich ist sie bereits über 100 Jahre alt. Die Verbreitung von Virtual Reality-Angeboten und die damit verbundene Nachfrage soll den Trend nun wieder befeuert haben. Binaurale Podcasts dürften der nächste Schritt sein.

Binaurale Podcasts aus deutscher Produktion

iHeart arbeitet bereits in mit 12 Mitarbeitern in 3 Studios an den hauseigenen Binaural Audio-Produktionen. Doch nicht nur in den Staaten denkt man in diese Richtung. Auch in Deutschland hat man den Trend bereits auf dem Schirm. Doris Hammerschmidt von Medienproduktion München beschäftigt sich gemeinsam mit ihrem Mann, Frank Busch, mit möglichen Podcast-Formaten mit 3D-Audio-Elementen.

Binaural Podcasts bereits dieses Jahr

Gemeinsam arbeiten die Autorin des „Podcast-Buchs“ (Haufe Verlag) und der Toningenieur an verschiedenen 3D-Audio-Projekten. Auslöser waren für Hammerschmidt der Podcast Backup der Lufthansa Group wie auch diverse Produktionen der BBC. Im Podcast „Finding Fire“, einem Storytelling-Podcast, der im Frühjahr 2021 veröffentlicht werden soll, gibt es „punktuelles“ 3D-Audio: Wenn die beiden Protagonisten im Café sitzen und im Hintergrund der Springbrunnen plätschert. Oder als akustisches Reenactment, wenn der Anhalter Bahnhof im späten 19. Jahrhundert dargestellt werden soll, mit dampfenden Lokomotiven links und dem pfeifenden Stationsvorsteher rechts.

Binaural Audio für historische Klänge

Ein weiteres „historisches“ Projekt der beiden ist in der Klassischen Musik angesiedelt. Auch hier soll es Collagen aus Geräuschen geben, die im Kopfhörer vorne, hinten, rechts, links, oben, unten zu verorten sind – Schiffe, Kutschen, Klaviermusik, Gespräche, Wind, Wanduhr oder Bretterknarzen. Die einzelnen Sounds beziehen die beiden aus Ihrem Geräusche-Archiv und von Boom Library.

Wie produziert man binaurale Podcasts?

Gemischt und arrangiert werden alles mit Dear Reality dearVR PRO. Als kostenloses Tool empfehlen Hammerschmidt und Busch außerdem AMBEO von Sennheiser.

Eure Meinung interessiert uns. Hat Binaural Audio das Potenzial zum neuen, großen Wurf oder ist es höchstens eine nette Spielerei? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Auch spannend

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Für Podcaster: Mit eigenem Podcast Geld verdienen | Teil 4: Dienstleistung verkaufen

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren, Teil 4 von 5: Eine eigene Dienstleistung verkaufen.

Mit meinem Podcast Geld verdienen? Wie kann das gehen? Nun, einige Möglichkeiten wie Sponsoring, Affiliate Marketing und das Verkaufen eines eigenen Produkts haben wir in den vorigen Teilen dieser Reihe bereits vorgestellt. Eine weitere Methode, den eigenen Podcast-Kanal zu monetarisieren, möchten wir heute untersuchen. Diese ist vor allem für Podcaster interessant, deren Kanal sich um ihr eigenes berufliches Fach dreht.

Eine eigene Dienstleistung verkaufen

Deine Kompetenzen bewerben und Kunden gewinnen

Möglicherweise ist dir die Entwicklung eines eigenen Produkts einfach zu aufwändig. Dafür kann es viele Gründe geben, schließlich gibt es dabei zahlreiche Variablen und Hürden. Aber was hältst du davon, Beratungen, Kurse, Coaching oder andere Dienstleistungen anzubieten?

Zwei Voraussetzung erfüllst Du bereits: Die Zuhörer Deines Podcasts mögen, was Du zu erzählen hast, und Du hast Expertise in Deinem Fachbereich. Das ist eine Menge wert, denn es bedeutet, Deine Hörer interessieren sich für Dein Know-How und Deine Persönlichkeit und sie kehren immer wieder zu Dir zurück.

Solltest Du bereits freiberuflich tätig sein und dein Kanal dreht sich um das betreffende Sachgebiet, könnte die Erwähnung Deiner Dienstleistungen in deinen Folgen sinnvoll sein. Aber auch allein dadurch, dass Du deine Kenntnisse unter Beweis stellst, werden sich Hörer an Dich erinnern, wenn sie das nächste Mal einen Profi aus Deinem Fach anheuern möchten. Besprich die Probleme, vor denen Deine Kunden eventuell stehen oder auf welche Du immer wieder angesprochen wirst und zeige, dass Du Dich in andere hineinversetzen und Lösungen anbieten kannst.

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden sich keine Hörer daran stören, wenn Du zum Beispiel als Berufsmusiker mit deinem Kanal auf Deine Buchbarkeit aufmerksam machst. Gleiches gilt für Schwimmlehrer, Ernährungsberater, Motivationscoaches, Finanzberater, Kreative jeglicher Art, und so weiter.

Letztendlich verschmelzen die Konzepte vom Verkauf eines Produkts und von Dienstleisungen, denn Deine Fachkenntnisse sind hierbei das beworbene Produkt. Diese könntest Du als eBook anbieten oder als Online-Kurse, beides gilt für seine analogen Varianten. Gegenüber dem Produktverkauf musst Du bei Dienstleistungen aber nicht unbedingt die große Werbetrommel rühren. Es reicht, wenn Du Deine Fachkenntnisse aufzeigst und Dich selbst als Berater und Problemlöser – Dienstleister, eben – kenntlich machst.

Ein Paradebeispiel ist der Freelance Designer Podcast, der sich um alle Themen rund um die Selbstständigkeit als Designer dreht. Der Kanal startete als Zusatzmaterial zum Online-Kursangebot der Moderatorin. Ihre Workshops und eBooks braucht sie kaum zu erwähnen, um die Hörerschaft von ihren Fähigkeiten einerseits als Coach, aber auch als Designerin zu überzeugen. Der Podcast wird seit 2017 bis heute betrieben und bietet einen großen Mehrwert für seine Zeilgruppe. Um Dir einen Eindruck zu verschaffen, haben wir den Kanal hier eingebettet.

  1. Diese Marketing Methode solltest du kennen
  2. Wie es dir gelingt, weniger Überstunden zu machen
  3. Wichtige Trends, die in 2021 relevant werden

Solltest Du dich für diese Methode entscheiden, denke daran, Deinen Hörern eine Kontaktmöglichkeit aufzuzeigen. Vielleicht möchtest Du auch eine separate E-Mail oder Rufnummer schalten, um das Geschäftliche vom Privaten zu trennen.

Fazit: Podcast monetarisieren durch Vermitteln von Dienstleisungen

Mit dem Podcast als Verbidung zu potentiellen Kunden kannst Du Deiner Auftragslage einen enormen Aufschwung verschaffen und bleibst dabei deinem Fach und den Hörern Deines Kanals treu. Bei einer geschickten Verzahnung von Podcast und Dienstleistung brauchst du noch nicht mal Werbung im klassischen Sinne machen, die Du eventuell selbst als unangenehm empfändest.

Allerdings ist diese Variante, zusammen mit dem Verkauf eines Produkts, in der Regel eher weniger geeignet für reine News-, Wissenschafts-, oder Gesellschafts-Podcasts und ähnliche. Für diese Art Kanäle gibt es trotzdem ein hilfreiches Finanzierungsmittel, welches wir morgen im letzten Teil dieser Reihe abschließend vorstellen werden. Dran bleiben lohnt sich – bis morgen!

Zu den vorigen Beiträgen aus dieser Reihe: Teil 1: Sponsoring | Teil 2: Affiliate Marketing | Teil 3: Eigenes Produkt verkaufen

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Für Podcaster: Mit eigenem Podcast Geld verdienen | Teil 3: Produkt verkaufen

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren, Teil 3 von 5: Ein eigenes Produkt verkaufen.

Wie kann ich mit meinem Podcast Geld verdienen? In anderen Worten: Werte in Geld umwandeln, eben monetarisieren. Dafür gibt es für Podcaster viele Wege, von denen wir die fünf vielversprechendsten herausgepickt haben und euch in dieser Beitragsreihe vorstellen.

Bisher haben wir uns die Methoden des Sponsoring und des Affiliate Marketing näher angeschaut. Gegenüber diesen Online Marketing Strategien geht es heute um ein ganz klassisches Modell:

Ein eigenes Produkt verkaufen

Die eigene Marke bekannt machen

Etwas Selbstproduziertes über den eigenen Podcast zu vertreiben ist eine der besten und direktesten Möglichkeiten, mit Deinem Kanal Geld einzuspielen. Du behältst die volle Kontrolle über den Ablauf und entscheidest selbst, wie du deine Produkte bewirbst. Idealerweise kannst Du etwas anbieten, was thematisch zum Podcast passt und was Du sowieso schon herstellst. Vielleicht hast Du auch gerade wegen der Liebe zum Handwerk und dem, was Du machst, Deinen Podcast-Kanal gestartet – dann liegt diese Methode sowieso auf der Hand.

Das Tolle ist, dass du bei dieser Methode auch auf keine Dritten angewiesen bist, somit landet der gesamte Erlös bei Dir. Das unterscheidet diese Methode deutlich vom Sponsoring und dem Affiliate Marketing.

Was aber, wenn Du kein Produkt zum Verkaufen hast? Vielleicht schwebt Dir schon länger eine Idee vor und die Möglichkeit, es über Deinen Podcast zu bewerben, gibt Dir den Anreiz, sie endlich in die Tat umzusetzen. Falls nicht, könnte das Publikum Deines Podcasts bereits die Zielgruppe, und die besprochenen Themen eine Stoßrichtung für die Ausarbeitung eines Produkts darstellen.

Frage dich: Was gibt es noch nicht auf dem Markt, was Deine Hörerschaft brauchen kann? Wo könnte Deine Nische im fachlichen Umfeld deines Kanals liegen? Noch vor der Marktreife und während der Entwicklungsphase kannst Du mit Hilfe Deines Podcasts das angestrebte Produkt bewerben, Anregungen der Hörerschaft sammeln, Dich mit der Zielgruppe und Fachkollegen austauschen.

Möchtest Du tiefer ins Thema Produktentwicklung eindringen, ist der Podcast KeinProblem, kein Produkt sicherlich interessant für Dich. Dort wird ein kompletter Prozess von der Idee bis zum Produkt durchlaufen:

  1. KPKP034 FINALE!
  2. KPKP033 Wo wir uns schlau machen
  3. KPKP032 Zielgruppen für Tests gewinnen
  4. KPKP031 Stand jetzt – Lateback April 2019
  5. KPKP030 Anna Scheffold – Leave.The.Building!
  6. KPKP029 Crowdfunding in der Produktentwicklung

Wenn es so weit ist, kannst Du selbst Pre-, Mid- oder Post-Roll-Anzeigen erstellen oder Dich redaktionell auf Themen konzentrieren, die sich eignen, um Dein Produkt als Lösung eines Problems anzubieten. Du selbst hast die Zügel in der Hand, die Werbung zu dosieren, dabei den Inhalten Deines Kanals treu zu bleiben und Deinen Zuhörern einen Mehrwert zu bieten.

Fazit: Podcast monetarisieren durch Vertrieb des eigenen Produkts

Ob Makramee, Software, Möbel, Schmuck oder Schnaps – jedes (Kunst-)Handwerk hat seine Faszination, seine Ästhetik und seinen Nutzen. Und erfüllt damit die Voraussetzungen für spannende Podcasts auf der einen Seite, und gewinnbringenden Vertrieb auf der anderen. Führe diese beiden also zusammen, und es wird jede Menge Gutes für Dich abwerfen.

Wenn Herstellung und Vertrieb eines Produkts schlichtweg den Rahmen Deiner Möglichkeiten sprengen, kannst Du dich schon mal auf den morgigen Beitrag freuen. Denn Du kannst etwas, was andere noch lernen wollen – und genau diese Fähigkeit kannst Du in Deinem Podcast bewerben. Bleib dran!

Zu den vorigen Beiträgen aus dieser Reihe: Teil 1: Sponsoring | Teil 2: Affiliate Marketing

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Für Podcaster: Mit eigenem Podcast Geld verdienen | Teil 2: Affiliate Marketing

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren, Teil 2 von 5: Affiliate Marketing.

Wie kann ich mit meinem Podcast Geld verdienen? Diese Frage stellen sich viele, die mit ihrem Podcast mehr als nur ein Hobby betreiben wollen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Monetarisieren, die wir in dieser fünfteiligen Reihe genauer betrachten wollen.

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir uns das Prinzip Sponsoring vorgestellt und erläutert. Heute geht es um eine weitere Art der Monetarisierung Deines Podcasts durch Werbung für ein Unternehmen:

Affiliate Marketing

Produkte empfehlen und Provision erhalten

Affiliate Marketing funktioniert im Podcast-Bereich ähnlich wie ein Sponsoring. Hierbei bist Du Affiliate (angeschlossener Unternehmer) und empfiehlst das Produkt oder die Dienstleistung Deines Partnerunternehmens im Laufe der Podcast-Folge. Zusätzlich gibst Du einen Hinweis auf einen entsprechenden Link in Deinen Show-Notes, der zum Beispiel zum Online-Shop des Unternehmens führt. Der Link (auch Affiliate Link) wird vom Unternehmen zur Verfügung gestellt und zählt mit, wie viele Klicks über ihn erfolgen. Kommt es zum Kauf über diesen Empfehlungslink, erhältst Du eine Vermittlungsgebühr.

Als Affiliate-Partner bist Du aus der Sicht der Zuhörer dem werbenden Unternehmen noch näher als beim Sponsoring. Denn idealerweise bist Du selbst Nutzer des beworbenen Produkts oder kennst Dich zumindest gut damit aus. Die Übereinstimmung Deiner Werte, Deiner Hörer und Deiner Affiliate-Partner wird umso mehr zur Bedingung für einen Erfolg. Es ergibt wenig Sinn und kann sogar nach hinten losgehen, Deinen Hörern etwas zu empfehlen, was Du selbst nicht kennst oder ausprobiert hast.

Du kannst ganz leicht selbst herausfinden, worauf Du bei einer erfolgversprechenden Empfehlung achten solltest. Dazu ein kurzes Gedankenexperiment:

Stell Dir vor, Du hörst den Anfang eines Podcasts. Die Audio- und Gesprächqualität sind eher anstrengend als gefällig. Dort wird eine Marke beworben, von der Du noch nie etwas gehört hast und auch der Zusammenhang des Produkts mit dem Thema der Folge erschließt sich Dir nicht. Würdest Du dem erwähnten Link folgen und das Produkt kaufen?

So viel zum Zusammenspiel von Werbeziel und Implementierung. Falls Du nun überlegst, was eine gute Partnerschaft sein könnte, stelle Dir folgende Frage: Welche Produkte nutzt Du selbst und welche würdest Du weiterempfehlen? Um einige Beispiele zu nennen, könntest Du Affiliate für Podcasting-Equipment werden, für einen Werkzeughersteller Deines Heimwerker-Kanals, für Nahrungsergänzungsmittel oder auch Software und Online-Tools, die Du als Podcaster benutzt. Du kannst hier die jeweilige thematische Sparte Deines Kanals zu deinem ganz persönlichen Vorteil machen, denn in Deinem Fachgebiet kennst Du Dich ja bereits besonders aus.

Auch hierbei gilt: Je zahlreicher deine Hörerschaft, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Affiliate Link benutzt wird. Doch vergiss nicht unser kleines Gedankenspiel. Auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle, besonders die Relevanz des beworbenen Produkts für die Zuhörer, die Authentizität und Qualität Deines Kanals und nicht zuletzt die Qualität und Marktpositionierung des Partnerunternehmens.

Fazit: Podcast Monetarisieren durch Affiliate Marketing

Deine Kaufempfehlungen als Affiliate-Partner können Deinen Hörern einen wertvollen Mehrwert bieten, denn wenn alles stimmt, geht es hier um fundierte Insider-Tipps von Kenner zu Kennern. Fließend in die Thematik einer Episode eingebaut, wird diese kaum als störende Werbung wahrgenommen. So kann auch das mitunter totgeglaubte Affiliate Marketing fruchten. Denn letztendlich ist es die gefälligste Werbeform im Sinne „die richtige Nachricht an den richtigen Empfänger“.

Für einen weiteren Einstieg ins Thema empfehlen wir diese Episode vom Affiliate Marketing Starter Podcast:

Erfolgreiches Affiliate Marketing mit Nischenwebsiten Der Affiliate Marketing Starter

Oliver Lorenz gibt "Die drei Säulen profitabler Nischenseiten" für ein erfolgreiches Nischenbusiness preis und das kurz und auf den Punkt gebracht. Außerdem findet ihr sein kostenloses Buch "Die 7 profitabelsten Geschäftsmodelle" zum Thema unter: http://www.ppe-academy.de/mehr-erfahren

Hast Du schon Erfahrungen mit Affiliate Marketing gemacht und möchtest davon berichten? Dann schreib es gerne in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Berichte.

Morgen geht es mit dem dritten Teil unserer Reihe weiter. Wir werden uns mit dem Modell befassen, sein eigenes Produkt zu bewerben. Doch auch für Podcaster ohne eigenen Vertrieb halten wir wertvolle Tipps und eine praktische Podcast-Empfehlung bereit. Bleib gesund und bis morgen!

Zum vorigen Beitrag aus dieser Reihe: Teil 1: Sponsoring

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Frauenthemen offenbar zu explizit für iTunes

jForJoy Podcast Cover auf podcast.de https://static.podcastcms.de/images/podcasts/6/912359/jforjoy-podcast.png
Bild:JasminFeller

Podcasts um Sexualität, den weiblichen Körper und Menstruation scheinen für iTunes zu explizit zu sein. Das legt zumindest eine kürzlich erfolgte Ablehnung nah. Der Podcast einer Schweizerin wurde mit Verweis auf den Jugendschutz von der Streamingplattform abgewiesen.

Beim ersten Podcastlaunch gibt es einiges zu beachten. Ist die Audiodatei sauber produziert, sitzt die Grafik, sind die Kategorien richtig ausgewählt? Wenn alles erledigt ist, kommt der vermeintlich aufregendste Moment, der Klick auf „Veröffentlichen“. Eigentlich sollte die Podcast-Magie nun ihren Lauf nehmen, wären da nicht noch die Prüfungsmechanismen von beispielsweise Deezer, Spotify und iTunes.

Podcast auf iTunes hochladen

Es kann mitunter mehrere Stunden oder sogar Tage dauern, bis iTunes einen Podcast abgesegnet hat. In dieser Zeit wird geprüft, ob alle der eingereichten Podcast sowie technisch als auch inhaltlich mit den Vorgaben des Streamingdienstleisters vereinbar sind. Wenn alles stimmt, springt das Lämpchen auf grün und der Podcast geht online. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen das Lämpchen nicht grün, sondern rot wird.

Sexuelle Aufklärung nur für Erwachsene

Diese Erfahrung machte auch eine schweizer Podcasterin. Als Coach unterstützt Jasmin Frauen in ihrer Entwicklung. Ihr Podcast JforJoy sollte einen Mehrwert bieten für diejenigen, denen Themen um „Weiblichkeit, Zyklus, Sexualität, Verhütung und natürliche Frauengesundheit“ ein Anliegen sind. Nachdem der Podacst bei iTunes angemeldet war, kam jedoch schnell die Ernüchterung. Der Podcast wurde abgewiesen. Die einzige kurzfristige Möglichkeit, den Podcast wieder online zu stellen, war die Kennzeichnung als nicht jugendfreier Inhalt.

Viele Streaminganbieter sichern sich rechtlich ab, indem sie ihre Inhalte in jugendfreie und nicht jugendfreie Inhalte aufteilen. Die für Kinder und Jugendliche ungeeigneten Inhalte werden dabei meist mit einem kleinen „E“ gekennzeichnet, das für „Explicit“ steht. Explizit kann prinzipiell alles sein, woran jemand Anstoß nehmen könnte, häufig geht es dabei um vulgäre Sprache, Beleidigungen, Gewalt oder, wie im aktuellen Fall, Sexualität.

„iTunes scheint nicht zwischen pornographischer Sexualität und Aufklärungsangeboten zu unterscheiden.“

Das Kontrollsystem von iTunes scheint dabei nicht zwischen pornographischer Sexualität und Aufklärungsangeboten zu unterscheiden. Das ist bedauerlich und ironisch. Denn der Kontrollmechanismus, der Jugendliche eigentlich vor schädlichen Inhalten schützen soll, enthält ihnen somit Inhalte vor, die sie aufklären und bilden. iTunes schließt somit diejenigen aus, die die Angebote eigentlich am dringendsten bräuchten.

Weibliche Gesundheit auf iTunes „nicht jugendfrei“

iTunes wies den Podcast mit folgender Begründung ab: „Ihre Auswahl bei ’nicht jugendfrei‘ stimmt nicht mit dem tatsächlichen Inhalt überein oder die Sendung enthält nicht jugendfreie Texte in Titeln, Untertiteln oder Beschreibungen.“ Die Podcasterin wundert sich über die Ablehnung. „Mich würde vor allem interessieren, woran sie es fest machen? In der Beschreibung, gibt es ein Wort Sexualität, was eventuell der Grund sein könnte.“, mutmaßt sie.

Zwei Szenarien sind im aktuellen Fall denkbar. Entweder hat eine maschinelle Prüfung den Podcast fälschlicherweise als jugendgefährdend kategorisiert oder aber iTunes hält Themen Podcasts über Sexualität, Menstruation und den weiblichen Zyklus tatsächlich für problematisch. Sollte letzteres zutreffen, wäre es ein Beleg für eine problematische Sexualisierung des weiblichen Körpers. Zudem würde es auch verdeutlichen wie Podcastern rückschrittige Prüderie per AGB verordnet wird. iTunes ließ Jasmins und von podcast.de’s Anfragen zu dem Thema bislang unbeantwortet.

Die Frage um die Löschung und Sperrung von Podcasts ist aktueller denn je. Vor kurzem haben wir bereits einen Beitrag zur Löschung von Podcasts veröffentlicht, den ihr hier findet.

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Für Podcaster: Mit eigenem Podcast Geld verdienen | Teil 1: Sponsoring

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren

5 Möglichkeiten, Deinen Podcast zu monetarisieren, Teil 1 von 5: Sponsoring.

Wie kann ich mit meinem Podcast Geld verdienen?

Es gibt unter Podcastern verschiedenste Motivationen für das Betreiben ihrer Kanäle. Es kann reines Hobby sein und kreative Verwirklichung bedeuten – aber auch Geld einbringen. Wie das Monetarisieren funktionieren kann, haben wir an fünf Beispielen zusammengestellt.

Dieser Beitrag ist zu erst erscheinen bei RSS.com. Da Monetarisierung ein immer wichtigeres Thema für Podcaster wird, gibt es bei uns die deutsche Version mit einigen inhaltlichen Ergänzungen. In den kommenden Tagen werden wir je eins der folgenden Themen behandeln:

1. Sponsoring (Patenschaften/Sponsoren)

2. Affiliate Marketing (Empfehlungsmarketing)

3. Eigene Produkte verkaufen

4. Eigene Dienstleistungen verkaufen

5. Spendenaufrufe

Damit Du entscheiden kannst, welche dieser Möglichkeiten für Dich und Deinen Kanal am besten passt, werden wir diese Finanzierungsmethoden genau unter die Lupe nehmen. Wir wünschen viel Erkenntnis und Aktionsfreude!

Sponsoring

Für Sponsoren werben und damit Geld verdienen

Das dahinterstehende Prinzip ist: Du bewirbst ein Produkt oder eine Dienstleistung eines Unternehmens in Deinem Podcast und erhältst dafür ein Entgelt.

Wie sieht diese Werbung aus? Du musst nicht gleich einen radiotauglichen Spot einsprechen oder -singen. Meist ist der Zweck mit einem Hinweis auf das Unternehmen erfüllt – was dieses ist, was es macht und warum Du es unterstützenswert findest.

Für die Platzierung dieser Erwähnung gibt es verschiedene Ansätze. Ein oft angewandter Standard ist ein 15-sekündiger Pre-Roll. Das heißt der Hinweis auf den Sponsor ist vorab aufgenommen und wird an den Anfang der Episode gesetzt, bevor sie inhaltlich beginnt.

Ein weiterer, etwas längerer Einschub kann in der Mitte der Episodenlaufzeit erfolgen, genannt Mid-Roll. Diesem können sich die Zuhörer durch Vorspulen nicht so gezielt entziehen wie beim Pre-Roll. Das steigert die Trefferquote und somit den Erlös, auf den wir gleich zu sprechen kommen.

Manche Moderatoren tragen alle Sponsorenerwähnungen am Ende der Sendung vor. Das kommt zwar dem Hörfluss der Zuhörer entgegen, aber für das beworbene Unternehmen bedeutet es eine geringere Effektivität, da manche Zuhörer hier schon abgeschaltet haben. Andere Podcaster streuen die Hinweise immer wieder im Laufe einer Episode ein.

Auch der Betrag, den Du für die Werbung vom Unternehmen verlangen kannst, kann stark variieren und hängt vor allem davon ab, wie viele Hörer Dein Kanal hat. Gemessen werden die Werbeerlöse in CPM (cost per mille, zu deutsch Tausender-Kontakt-Preis, TKP). Das bedeutet pro tausend Aufrufe durch die Hörer. Die Erlöse variieren zwischen ein- und dreistelligen Beträgen.

Wichtig ist dabei, dass das beworbene Unternehmen, Produkt oder die Dienstleistung auch zum Podcast und seiner Hörerschaft passt. Nur wenn Deine im Podcast vertretenen Werte mit denen der Zuhörer und des Unternehmens übereinstimmen, kann das ganze authentisch sein und funktionieren. Zum Beispiel könnte (D)ein Tierliebhaber-Podcast einen Tierfutterhersteller bewerben, oder ein Skisport-Kanal die entsprechende Kleidung und Ausrüstung.

Um nicht selbst auf die Jagd nach Werbekunden gehen und jedes einzelne in Frage kommende Unternehmen nach einem möglichen Deal fragen zu müssen, hilft Dir Podcast Pioniere. Der Vermarktungsdienst stellt Dir passende Werbepartner vor. Die Entscheidung über die Zu- und Absage der Zusammenarbeit und der Platzierung der Werbung bleibt dabei Dir überlassen.

Spannend zu wissen ist, dass Werbung in Podcasts von 87% der Hörer akzeptiert wird, vor allem, wenn die beworbene Marke und dein Podcast im Einklang miteinander stehen. Das wünschen sich übrigens 60-prozentig der Podcast-Hörerschaft. Gegenüber vorproduzierten Spots genießt die Form der Native Ads größere Akzeptanz bei den Hörern. Hierbei trägst Du selbst anhand von vorgegebenen Stichworten oder Texten die Werbeanzeige vor.

Fazit: Monetarisieren durch Sponsoring

Das gegenseitige Unterstützen einer Marke oder Dienstleistung durch diese Art von Werbung ergibt am meisten Sinn, wenn Dein Kanal eine gewisse Reichweite hat. Wächst die Zahl Deiner Hörer, wird dies auch entlohnt. Ein Unternehmen nach einem solchen Deal zu fragen, kostet nichts und belohnt Dich auch im Falle einer Absage mit einer wichtigen Erfahrung.

Im nächsten Teil unserer Reihe schauen wir uns das artverwandte Affiliate Marketing an und welche Vorteile es für Deinen Podcast, seine Hörerschaft und Deinen Geldbeutel bietet. Eine weitere Methode, Deinen Kanal zu monetarisieren. Also, bis Morgen!

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Tennis-Podcasts zur Australian Open 2021

Die Australian Open sind gestartet. Tennisfans dürfen sich also trotz der Corona-Pandemie auf spannende Matches freuen. Knapp 18.000 Besucher verfolgten die Eröffnungsspiele der Australian Open 2021. Diese Tennis-Podcasts halten euch auf dem Laufenden.

Podcast tennis MAGAZIN

tennis Magazin ist seit mehr als 40 Jahren die führende Tenniszeitschrift im deutschsprachigen Raum. Wir bieten für jeden etwas – sowohl für den Fan des Profisports als auch für ambitionierte Hobbyspieler. Abgerundet wird die Performance von tennis MAGAZIN auf unserer Webseite und auf unseren Social-Media-Kanälen.“

Cover des Tennis Magazin Podcasts auf podcast.de
Bild: tennis MAGAZIN

Tennis-Point Podcast

„Begeisterte Tennisspieler gehen auf die Podcast-Reise und suchen nach Inspiration für Dein Tennisspiel. Regelmäßig werden unterschiedlichste Gäste aus Tennis, diversen Sportarten und und und zu Gast sein.“

Tennis Podcasts Tennis-Point-Podcast auf podcast.de
Bild: Tennis-Point Podcast

Chip & Charge – Tennis Podcast

„Der beste deutschsprachige Tennis-Podcast mit Andreas Thies und dem freien Tennis-Journalisten Philipp Joubert. Beide fassen in ihrer wöchentlichen Folge die Tenniswoche zusammen und bieten Dir darüber hinaus Dailys zu den Grand Slams. Jetzt abonnieren und richtig eintauchen in die Welt des Tennis-Sports.“

Cover des Chip&Charge Tennis Podcasts auf podcast.de
Bild: Chip&Charge

Advantage – der Tennis- & Sportpodcast

„Als Zuhörer/Leser sowie in meiner Funktion als freischaffender Journalist liebe ich lange, ausgeruhte, zeitlose Interviews! Mit „Advantage – der Tennis & Sportpodcast“ möchte ich genau dieser Form von Gesprächen eine regelmäßige Plattform bieten. Hier kommen Persönlichkeiten aus dem Tennis und der weiteren Sportwelt in langen Karriereinterviews zu Wort, können aktuelle Themen ausführlich besprechen oder sensible und negativbehaftete Themen wie Doping-, Manipulation-, mentale Gesundheit und vieles mehr ausgeruht ansprechen.“

Advantage Tennis Podcasts Coverbild auf podcast.de
Bild: Advantage

Kleines Tennis Podcast

„Serve-and-Volley klappt nur in der Theorie, der Smash geht ins Netz und auf das Break folgt das Rebeak. Hier gibt es nicht das ganz große Tennis, dafür Anekdoten von ganz unten bis nach ganz oben. Das Ziel: 23 Interviews von LK23 bis LK1.“

Cover des Tennis Podcasts "Kleines Tennis" auf podcast.de
Bild: Kleines Tennis

Breakball – Tennispodcast

Breakball beschäftigt sich mit aktuellen Tennis Ereignissen und beleuchtet dabei die wichtigsten Begegnungen und Highlights jedes Turniers. Zudem werden einige Spieler-Persönlichkeiten genauer unter die Lupe genommen und genauer beleuchtet, was sie so besonders macht.“

Breakball Cover. Die Australian Open sind gestartet. Diese Tennis-Podcasts halten euch auf dem Laufenden.
Bild: Breakball

Fehlen euch noch Tennispodcasts? Falls ja, schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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Podcasts damals und heute #1

Podcasting gibt es bereits seit den frühen 2000er Jahren. Seit 2004 beschäftigt sich auch unser Gründer, Fabio, bereits mit dem Medium. Wir haben alte Präsentationen durchgewühlt, um nachzusehen, was Podcasting damals war und wie es sich entwickelt hat. Wir präsentieren euch den ersten Teil der Reihe: Podcasts damals und heute.

Verbreitung von Podcasts damals und heute

podcast.de ist seit dem 7. Oktober 2004 online. Vieles hat sich seitdem verändert – nur unser Design nicht, könnte man augenzwinkernd anmerken. Ist aber halb so wild, wir arbeiten aktuell bereits fleißig am Relaunch von Deutschlands ältestem noch aktiven Podcastportal. Euch erwarten ein reduziertes Design, moderne Slider, intuitive Bedienung, das ganze Programm.

Der Kern der Sache bleiben natürlich nach wie vor die Podcasts. Das Medium, das heute kaum noch aus dem Alltag vieler Menschen wegzudenken ist, hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Hype- und Flautephasen wechselten beinahe wie die Jahreszeiten. Grund genug einmal zu resümieren, was Podcasts passiert ist zwischen damals und heute.

Podcasts damals und heute von Fabio Bacigalupo, 2007
Präsentationsfolie zu Podcasts damals und heute von 2008, Fabio Bacigalupo

2006 wusste nur jeder fünfte Deutsche, was Podcasting ist, knapp 80% wussten nicht, was es damit auf sich hatte. Heute nutzt bereits jeder dritte Deutsche Podcasts und spätestens seit der Coronazeit dürften sie sich selbst bei älterem Publikum noch größerer Bekanntheit erfreuen.

Podcasts auf dem Weg zum Massenmarkt

Präsentationsfolie zu Podcasts damals und heute von 2008
Präsentationsfolie zu Podcasts damals und heute von 2008, Fabio Bacigalupo

Kaum jemand hat konsequent daran geglaubt, dass Podcasts eines Tages ihren Weg zum Massenmarkt finden würden. Podcasts waren damals keineswegs das ausgefeilte Medium, das es heute ist, es waren schlichtweg andere Zeiten. Podcast war 2008 kein Medium für die gesamte Gesellschaft, sondern eher ein Medium für technikaffine Nerds. Viele Deutsche hatten weder von Podcasts gehört, noch hätten sie mit dem Begriff Nerd etwas anfangen können.

„Doch es gab bereits Anzeichen dafür, dass Podcasts von damals zu den Podcasts von heute werden würden.“

Doch es gab bereits Anzeichen dafür, dass Podcasts von damals zu den Podcasts von heute werden würden. Eindeutige Vorteile sprachen bereits klar für das Medium, einige von ihnen sind auch heute noch aktuell. Podcasts damals wie heute sind schnell, flexibel, und bieten enorme Potenziale für Storytelling. Sie bedienen und schaffen Nischen. Sie sind perfekt für alles, was für das Radio zu lang, für das TV zu nischig und für die Zeitung zu spannend ist.

Präsentationsfolie von Fabio Bacigalupo. Podcasts damals und heute. 2007
Podcasts damals und heute – Vorteile 1, 2007, Fabio Bacigalupo

Vorteile und Nachteile – Podcasts damals und heute

Präsentationsfolie von Fabio Bacigalupo. Podcasts damals und heute. 2007
Podcasts damals und heute – Kommunikationsvorteil, 2007, Fabio bacigalupo

Zudem schalten Podcasts die Mittelsmänner aus. Podcaster umgehen die Gate Keeper, also Sender, Journalisten und Kuratoren. Was heute selbstverständlich wirkt, war es in den 2000ern noch keineswegs. Jeder Internetnutzer konnte plötzlich schnell und einfach seine eigene Stimme in gewünschter Länge publizieren. Podcasting stand bereits, ähnlich wie Blogging und das Internet an sich für eine Demokratisierung von Veröffentlichungsprozessen – mit all seinen Vorteilen und Nachteilen.

Wenn euch unser Ausflug in die 2000er gefallen hat, gebt uns gerne Bescheid. Wir planen bereits weitere „Podcasts damals und heute“-Artikel. Eure Anregung nehmen wir gerne auf.

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„Die Enigma Thriller“-Podcast Nissan und Vice

Nissan Juke Enigma Podcast Storytelling Vice
Bild:Nissan

Die Corporate Podcasts dienen in der Regel dazu, dem Unternehmen ein Gesicht und eine Stimme zu geben. Das, was Nissan und Vice nun veröffentlicht haben, ist hingegen eine neue Qualität von Markenpodcasts. Die beiden Unternehmen haben einen Thrillerpodcast zur Vorstellung des neuen Nissan Juke Enigma produziert.

Männliche Stimme, lässiger Typ, szenischer Einstieg in Berlin. Nelson Tobias heißt einer der Protagonisten, der im Podcast von Nissan und Vice den Raub eines Rembrandt-Bildes aufklären soll. Als „Agent mit einer dunklen Vergangenheit“, Kenner der holländischen Schule und gebildet-charmanter Analytiker macht er sich an die Aufklärung des Falls.

Storytelling Podcast als Werbung für Nissan Juke Enigma

Scheinbar beiläufig erwähnt er den Namen des Autos, für das der Podcast produziert wurde, nachdem er einsteigt. Seine Agentur habe ihn mit einem „wirklich tollen“ Nissan Juke ausgestattet, bemerkt der Held seiner Sprachassistentin gegenüber. Die Werbebotschaft ist subtil, im Vordergrund soll die Geschichte stehen.

Das Storytellingformat von Nissan und Vice hat das Potenzial zum Meilenstein. Wie W&V berichtet, erscheint der Podcast in 5 verschiedenen Sprachen für 5 verschiedene Absatzmärkte. „Die Enigma Thriller“ sind an actionreiche Agentenfilme angelehnt. Während andere Unternehmen in drögen Corporate Podcasts ihre Produkte vorstellen, ist diese Produktion geradezu revolutionär. Podcasthörer sollen durch die multiperspektivischen Erzählungen ganz nah an den Protagonisten sein, beim Ermitteln und natürlich beim Auto fahren.

Nissan Juke Enigma Podcast
Bild:Nissan

Podcast für junge Zielgruppe

In der zweiten Episode geht es nicht mehr um Nelson, sondern um die scharfsinnige Agentin Anabelle, die in Italien Informationen beschafft. Ihr Nissan Juke navigiert sie per Fernsteuerung durch eine wilde Verfolgungsjagd.

Nissan hat den Juke offenbar für eine junge, und abenteueraffine Zielgruppe entwickelt. Mithilfe von Vice Brand Solutions wurde der Podcast erstellt, der das wilde, unvorhersehbare Lebensgefühl vermitteln soll. Die Sonderedition des Nissan Juke wurde Enigma genannt, so hieß auch eine Verschlüsselungstechnik der Deutschen im zweiten Weltkrieg. Wegen dieser namentlichen Gleichung und der angeblich ästhetischen Ähnlichkeit von Marketingphotos und Leni Riefenstahl-Filmen zog die Boulevardpresse bereits NS-Vergleiche.

Die Idee und die Umsetzung des Podcasts zeigen deutlich, dass Nissan und Vice gut verstanden haben, welches Potenzial im Storytelling und im Podcasting stecken. Die Enigma Thriller passt hervorragend in eine Zeit, in der Podcasts boomen und Abenteuer, den Umständen geschuldet, eher rar sind.

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Tobi Schlegls Podcast – 2Retter1Mikro

Der Moderator Tobias Schlegl launcht seinen eigenen Podcast. 2Retter1Mikro soll er heißen und die Gesellschaft über Erstehilfe sowie den Beruf des Sanitäters informieren.

Aus dem Wunsch etwas „gesellschaftlich Relevantes“ zu tun zog der heute 43-jährige Moderator Tobi Schlegl sich 2016 aus den Medien zurück. Zwar hatte er auch weiterhin Auftritte, doch viel Aufmerksamkeit widmete er fortan seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Tobias Schlegl 2Retter1Mikro Podcast

2020 twitterte Schlegl, dass er die Abschlussprüfung zum Notfallsanitäter erfolgreich bestanden habe. Nun scheint er seine beiden Talente miteinander zu vereinen. In Tobias Schlegls Podcast 2Retter1Mikro will er „mit Kollegen aus Rettungsdienst und Pflege über schöne und schlimme Momente“ sprechen.

Wann erscheint Tobias Schlegls Podcast über Notfallsanitäter?

Bereits jetzt ist die Medienresonanz hoch. Die erste Episode soll am Morgen des 28. Januar erscheinen und fortan immer donnerstags veröffentlicht werden. Tobias Schlegls Podcast 2Retter1Mikro ist nicht seine erste Arbeit in diese Richtung. Im August 2020 veröffentlichte Schlegl bereits seinen Debütroman „Schockraum“.

Immer mehr Prominente launchen eigene Podcasts, erst vor Kurzem startete auch Oli P. seinen Hundepodcast Frei Schnauze.

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